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DWS profitiert von ETF-Nachfrage und Kapitalzuflüssen

Margenschwache Produkte und steigendes Vermögen prägen das dritte Quartal 2024

DWS profitiert von ETF-Nachfrage und Kapitalzuflüssen

Die Deutsche-Bank-Tochter DWS verzeichnete im dritten Quartal 2024 hohe Kapitalzuflüsse, die vor allem auf die gestiegene Nachfrage nach börsengehandelten ETFs und einem großen Anleihemandat eines institutionellen Investors zurückzuführen sind. Insgesamt konnte das Unternehmen ein Nettomittelaufkommen von 18,3 Milliarden Euro verzeichnen. Dies stellt das zweithöchste Mittelaufkommen in einem Quartal seit dem Börsengang der DWS im Jahr 2018 dar.

Die Erträge der DWS stiegen im dritten Quartal 2024 gegenüber dem Vorquartal leicht um ein Prozent auf 685 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten 2024 konnte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Ertragsplus von vier Prozent auf 2,02 Milliarden Euro erzielen. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf gestiegene Managementgebühren zurückzuführen, die durch das erhöhte verwaltete Vermögen generiert wurden.

Das von der DWS verwaltete Kundenvermögen wuchs im dritten Quartal um drei Prozent auf 963 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg es in den ersten neun Monaten des Jahres sogar um zwölf Prozent. Damit nähert sich das Vermögen der Fondsgesellschaft der Marke von einer Billion Euro. Der bereinigte Vorsteuergewinn erhöhte sich im dritten Quartal um fünf Prozent auf 262 Millionen Euro und stieg in den ersten neun Monaten um vier Prozent auf 742 Millionen Euro.

Die bereinigten Kosten der DWS sanken im dritten Quartal leicht um ein Prozent auf 423 Millionen Euro, während sie in den ersten neun Monaten um drei Prozent auf 1,274 Milliarden Euro anstiegen. Das Unternehmen führte dies auf ein effektives Kostenmanagement zurück. Das bereinigte Kosten-Ertrag-Verhältnis sank im dritten Quartal auf 61,7 Prozent und verbesserte sich somit leicht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr erwartet die DWS, dass diese Kennzahl am unteren Ende der eigenen Prognose von 62 bis 64 Prozent liegen wird.

Im dritten Quartal 2024 flossen insgesamt 9,5 Milliarden Euro in ETFs und rohstoffgebundene Fonds sowie 10,3 Milliarden Euro in aktiv gemanagte Anleiheprodukte. Gleichzeitig zogen Anleger Kapital aus margenstärkeren Produkten wie Aktien- und Mischfonds ab. Die Marge der Managementgebühren sank im Jahresvergleich von 0,274 auf 0,262 Prozentpunkte.

DWS-Chef Stefan Hoops rechnet jedoch im vierten Quartal mit Zuflüssen in höhermargigen Segmenten wie alternative Anlagen und bestätigt die Ziele für 2025: ein Ergebnis je Aktie von 4,50 Euro und ein Kosten-Ertrag-Verhältnis unter 59 Prozent zu erreichen.

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