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DWS plant Umbenennung in Deutsche Asset Management für mehr Sichtbarkeit

Der Frankfurter Vermögensverwalter will durch einen neuen Namen stärker von der globalen Bekanntheit der Deutschen Bank profitieren.

DWS plant Umbenennung in Deutsche Asset Management für mehr Sichtbarkeit

Die DWS Group, die börsennotierte Asset-Management-Tochter der Deutschen Bank, erwägt laut einem Bloomberg-Bericht eine Umbenennung in „Deutsche Asset Management". Die Umfirmierung soll noch im Laufe dieses Jahres erfolgen und zielt darauf ab, die Sichtbarkeit bei institutionellen Kunden außerhalb Deutschlands zu erhöhen. Dies berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Hintergrund der geplanten Namensänderung ist der Wunsch, stärker von der globalen Markenbekanntheit des Mutterhauses Deutsche Bank zu profitieren. Der in Frankfurt ansässige Vermögensverwalter erhofft sich dadurch, bei der Akquise internationaler Mandate wettbewerbsfähiger aufzutreten. Ein DWS-Sprecher bestätigte gegenüber Bloomberg, dass das Unternehmen aktiv nach Wegen suche, „die globale Markenbekanntheit zu steigern, das Profil unserer Marken zu schärfen und unsere einzigartige Position als separat börsennotierter, bankeneigener Asset Manager besser zu nutzen".

Allerdings betonte der Sprecher ausdrücklich, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei. Die Pläne befinden sich demnach noch in der Prüfungsphase.

Eigenständigkeit der DWS bleibt gewahrt

Trotz der engen Verbindung zur Deutschen Bank bleibt die DWS ein eigenständig börsennotiertes Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Deutsche Bank hält knapp 80 Prozent der Aktien, plant jedoch laut den Insidern keine kurzfristige vollständige Übernahme der Asset-Management-Sparte. „Die DWS bleibt eine separat börsennotierte juristische Person mit eigener Strategie, Führung und Governance. Das hat sich nicht geändert", stellte ein Sprecher der Deutschen Bank klar.

Diese Klarstellung ist für Aktionäre und Marktbeobachter von Bedeutung, da immer wieder Spekulationen über eine mögliche Rückintegration der DWS in den Deutsche-Bank-Konzern kursieren. Die Aussage des Bankensprechers dämpft solche Erwartungen zumindest kurzfristig.

Branchendruck durch passive Fonds und steigende Kosten

Die geplante Umbenennung fällt in eine Zeit, in der die gesamte Asset-Management-Branche unter erheblichem Druck steht. Kostengünstigere passive Fonds, also Indexfonds und ETFs, gewinnen zunehmend Marktanteile gegenüber aktiv verwalteten Produkten. Gleichzeitig steigen die Betriebskosten für Vermögensverwalter kontinuierlich an.

In diesem Wettbewerbsumfeld ist Markenbekanntheit ein entscheidender Faktor. Asset Manager sind auf ein starkes Markenprofil angewiesen, um Mandate großer Pensionsfonds zu gewinnen und sich Plätze in den Produktportfolios von Vermögensverwaltern zu sichern. Viele globale Finanzinstitute führen ihre Asset-Management-Töchter bereits unter der Marke des Mutterhauses – ein Modell, dem die DWS mit der möglichen Umbenennung näherkommen würde.

Die DWS ist mit einem verwalteten Vermögen im Billionen-Euro-Bereich einer der größten Vermögensverwalter Europas. Eine Umbenennung in „Deutsche Asset Management" würde die Verbindung zur Deutschen Bank im Namen explizit sichtbar machen und könnte insbesondere im angelsächsischen Raum, wo die Marke „Deutsche Bank" bekannter ist als „DWS", neue Türen öffnen.

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