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DSV vor Übernahme von DB Schenker für 14 Milliarden

Zustimmung der Aufsichtsräte und EU-Kommission steht noch aus, Gewerkschaft warnt vor Stellenabbau

DSV vor Übernahme von DB Schenker für 14 Milliarden

Die dänische Spedition DSV steht Berichten zufolge kurz vor dem Kauf der Logistiktochter DB Schenker der Deutschen Bahn. Medien berichten, dass DSV den Zuschlag für die Übernahme erhalten hat und der Kaufpreis bei etwa 14 Milliarden Euro liegt. Der endgültige Vertragsabschluss soll noch in dieser Woche erfolgen, wobei die Zustimmung der Aufsichtsräte der Deutschen Bahn sowie der EU-Kommission noch aussteht. Der Bahn-Aufsichtsrat wird sich dafür in einer Sondersitzung zusammenfinden. Neben DSV hatte auch der Finanzinvestor CVC ein Angebot für DB Schenker abgegeben, jedoch mit einer etwas niedrigeren Summe. Offiziell äußerten sich weder die Bahn noch DSV zum aktuellen Verhandlungsstand.

Der Verkauf von DB Schenker ist Teil einer Strategie der Deutschen Bahn, sich stärker auf das Kerngeschäft in Deutschland zu konzentrieren. DB Schenker ist einer der größten Gewinnbringer des Konzerns und beschäftigt weltweit über 70.000 Mitarbeiter. In Deutschland allein arbeiten rund 15.000 Menschen für das Unternehmen. Die Deutsche Bahn sieht sich mit erheblichen finanziellen Herausforderungen konfrontiert, darunter eine Schuldenlast von über 30 Milliarden Euro. Durch den Verkauf von DB Schenker erhofft sich der Konzern eine finanzielle Entlastung und die Möglichkeit, Investitionen in den heimischen Bahnbetrieb zu tätigen.

Die geplante Übernahme durch DSV sorgt jedoch auch für Unruhe, insbesondere bei der Gewerkschaft Ver.di. Diese befürchtet, dass im Zuge der Fusion Arbeitsplätze abgebaut werden könnten. Auch die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn sieht den Verkauf kritisch und teilt diese Bedenken. Ver.di äußerte sich insbesondere besorgt darüber, dass eine Fusion mit dem Wettbewerber DSV zu einem größeren Stellenabbau führen könnte, als es bei einem Verkauf an CVC der Fall gewesen wäre. DSV hingegen betonte in internen Dokumenten, dass langfristig sogar mehr Arbeitsplätze entstehen könnten.

Neben der Zustimmung der Aufsichtsräte steht auch noch die Freigabe durch die EU-Kommission aus. Diese muss prüfen, ob der Verkauf wettbewerbsrechtlich unbedenklich ist. Sollten alle Genehmigungen erteilt werden, könnte der Verkauf noch vor dem Jahresende abgeschlossen werden. CVC, der unterlegene Bieter, hatte in einem letzten Versuch angeboten, die Marke Schenker zu erhalten und der Deutschen Bahn einen Anteil von 24,9 Prozent an dem Unternehmen zu belassen.

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