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DSV erwartet sinkende Frachtraten durch Rückkehr zum Roten Meer

Dänischer Logistikkonzern rechnet mit Druck auf Preise und europäische Häfen bei Wiederaufnahme der Suezkanal-Route

DSV erwartet sinkende Frachtraten durch Rückkehr zum Roten Meer

Der dänische Logistikkonzern DSV rechnet mit sinkenden Frachtraten, sobald Reedereien ihre Routen durch das Rote Meer wieder aufnehmen. Finanzvorstand Michael Ebbe warnte in einer Investorenkonferenz zudem vor vorübergehenden Engpässen in europäischen Häfen.

"Das wird offensichtlich Kapazität freisetzen, wenn die Transitzeit erheblich verkürzt wird", erklärte Ebbe. Die kürzeren Routen durch den Suezkanal würden die Frachtraten unter Druck setzen, da mehr Schiffskapazität verfügbar werde. Gleichzeitig könnten europäische Häfen kurzfristig an ihre Belastungsgrenzen stoßen, wenn mehrere Reedereien gleichzeitig ihre Routen umstellen.

Die Reedereien hatten ihre Schiffe Ende 2023 um Afrika herum umgeleitet, nachdem jemenitische Huthi-Rebellen Angriffe im Roten Meer verübt hatten. Diese Umleitung verlängerte die Transitzeit auf der wichtigen Handelsroute zwischen Asien und Europa erheblich und trieb die Frachtraten in die Höhe. Maersk kündigte bereits an, im Februar gemeinsam mit Hapag-Lloyd einige Routen durch das Rote Meer und den Suezkanal wieder aufzunehmen.

Moderate Wachstumsprognose für 2025

DSV erwartet für das laufende Jahr ein Wachstum der weltweiten Luft- und Seefrachtvolumen um 2 bis 3 Prozent. Diese Prognose entspricht den globalen BIP-Erwartungen oder liegt leicht darunter, was auf eine verhaltene Entwicklung im Logistiksektor hindeutet.

Im vierten Quartal 2024 erzielte DSV einen Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen von 5,59 Milliarden Dänischen Kronen (884 Millionen Euro). Das Ergebnis lag knapp unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 5,64 Milliarden Kronen. Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert der Konzern einen Betriebsgewinn zwischen 23 und 25,5 Milliarden Kronen.

Schenker-Integration schneller als geplant

Eine positive Überraschung lieferte DSV bei der Integration des deutschen Konkurrenten DB Schenker. Das Unternehmen erwartet nun, die Zusammenführung bereits bis Ende 2025 abzuschließen – ursprünglich war ein Zeitraum bis Ende 2028 eingeplant. Die schnellere Integration könnte Synergieeffekte früher realisieren und Kosten senken.

Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt DSV eine Dividende von 7 Kronen je Aktie vor. Die Aktie des Logistikkonzerns reagierte zunächst mit Kursverlusten von bis zu 3,3 Prozent auf die Quartalszahlen, drehte aber im Handelsverlauf ins Plus und notierte um 11:33 Uhr GMT mit einem Gewinn von 1,8 Prozent.

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