Drohnenangriffe im Schwarzen Meer: Griechenland warnt Schiffsflotte
Nach Drohnenangriffen auf zwei griechisch betriebene Öltanker warnt Athen seine Schifffahrtsflotte vor erhöhten Sicherheitsrisiken in russischen Schwarzmeerhäfen. Die Kriegsversicherungskosten steigen deutlich an.

Griechenland hat seine Reedereien aufgefordert, die Sicherheitsmaßnahmen für Fahrten zu russischen Schwarzmeerhäfen zu verschärfen. Hintergrund sind Drohnenangriffe auf zwei von Griechenland betriebene Öltanker Anfang dieser Woche. Das Schifffahrtsministerium in Athen forderte in Mitteilungen eine aktualisierte Bedrohungsanalyse für alle Handelsschiffe im Schwarzen Meer.
Angriff auf Chevron-Tanker
Am Dienstag trafen Drohnen zwei Öltanker auf dem Weg zu einem russischen Schwarzmeerterminal. Einer der Tanker wurde vom US-Ölkonzern Chevron gechartert. Der zweite betroffene Tanker war die Matilda, die von der griechischen Reederei Thenamaris verwaltet wird. Das Schiff wurde von zwei Drohnen getroffen, erlitt jedoch keine ernsthaften Schäden. Verletzt wurde niemand.
Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen
"Es wird empfohlen, dass die Sicherheitsmanager der Reedereien, die Kapitäne und die Sicherheitsoffiziere griechischer Schiffe eine aktualisierte Bedrohungsanalyse durchführen", erklärte das Schifffahrtsministerium. Thenamaris hat nach dem Vorfall zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und die Besatzungen angewiesen, die Wachsamkeit zu erhöhen und unnötige Bewegungen an Deck zu vermeiden.
Kriegsversicherung wird teurer
Die Kosten für die Kriegsversicherung von Schiffen im Schwarzen Meer sind diese Woche stark angestiegen. Dies spiegelt das verschlechterte Risikoumfeld in der Region wider. Von Griechenland betriebene Schiffe gehören zu den weltweit größten Tankerflotten und sind für den Handel in der Schwarzmeerregion von entscheidender Bedeutung.
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Zur AktienanalyseErhöhtes Risiko für russische Häfen
Das Ministerium verwies auf ein bereits im April 2022 veröffentlichtes Dokument, das zusätzliche Schutzmaßnahmen für russische Schwarzmeerhäfen empfahl. Betroffen sind die Häfen Noworossijsk, Taman, Tuapse und Kavkaz. Die Gewässer des Schwarzen Meeres werden von mehreren Ländern geteilt, darunter Bulgarien, Georgien, Rumänien und die Türkei sowie den Kriegsparteien Russland und Ukraine.


