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Drohnenangriffe bei Dubai verschärfen globales Luftfahrt-Chaos

Nahost-Konflikt trifft weltweiten Flugverkehr mit zehntausenden Streichungen und steigenden Kerosinpreisen.

Drohnenangriffe bei Dubai verschärfen globales Luftfahrt-Chaos

Zwei Drohnen sind in der Nähe des Flughafens Dubai (DXB) abgestürzt und haben die ohnehin angespannte Lage im globalen Luftverkehr weiter verschärft. Das Medienbüro von Dubai bestätigte den Vorfall, betonte jedoch, dass der Flugbetrieb normal verlaufe. Augenzeugen berichteten Reuters zufolge von keinen sichtbaren Schäden am Flughafen – vier Personen wurden jedoch verletzt.

Der Angriff ist kein Einzelfall: Bereits am ersten Tag des US-israelischen Konflikts mit dem Iran hatte der Flughafen DXB Schäden erlitten, ebenso wie die internationalen Flughäfen von Abu Dhabi und Kuwait. Der Dubai International Airport gilt als das meistfrequentierte internationale Drehkreuz der Welt und ist damit ein zentraler Knotenpunkt für Langstreckenflüge zwischen Europa, Asien und Afrika.

Der Krieg hat weltweit zehntausende Flugstreichungen, Umleitungen und Fahrplanänderungen ausgelöst. Weite Teile des Nahost-Luftraums – darunter auch der Luftraum über Katar – wurden wegen Raketen- und Drohnenbedrohungen gesperrt. Die Luftfahrtbranche steckt damit in ihrer schwersten Krise seit der Corona-Pandemie.

Kerosinpreise steigen, Treibstoffengpässe drohen

Der Konflikt hat zudem einen wichtigen Ölexportkorridor unterbrochen, was die Kerosinpreise sprunghaft ansteigen ließ. Auf einigen Strecken verteuerten sich Flugtickets spürbar, während gleichzeitig die Sorge vor einem Rückgang der Reisenachfrage wächst. Auch zeitkritische Luftfracht ist stark betroffen.

Vietnam warnte am Mittwoch, dass inländischen Fluggesellschaften bereits im kommenden Monat Treibstoffengpässe drohen könnten – ein Hinweis darauf, dass die Auswirkungen des Konflikts weit über den Nahen Osten hinausreichen. Die Zivilluftfahrtbehörde von Bahrain teilte mit, dass mehrere Passagiermaschinen von Gulf Air sowie Frachtflugzeuge auf Ausweichflughäfen verlegt wurden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Regionale Großfluggesellschaften wie Emirates, Etihad und Qatar Airways haben zwar einige Verbindungen wieder aufgenommen, operieren aber weiterhin deutlich unter ihrer normalen Kapazität. Laut Flightradar24-Daten überstiegen die täglichen Flüge der wichtigsten VAE-Airlines am Wochenende zwar die Marke von 600, doch der Anstieg flachte ab und kehrte sich am Dienstag leicht um. Tracking-Daten zeigten zudem, dass mehrere Passagierjets in den vergangenen 24 Stunden Ziele in Saudi-Arabien anflogen – ein Zeichen für anhaltende Unsicherheit im regionalen Luftraum.

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