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Drohende Strom- und Gaspreiserhöhungen: Auswirkungen der Energiepreisbremse auf Verbraucher

Wie die finanzielle Krise der Bundesregierung den Geldbeutel der deutschen Haushalte belastet

Drohende Strom- und Gaspreiserhöhungen: Auswirkungen der Energiepreisbremse auf Verbraucher

Die finanzielle Krise der Bundesregierung hat weitreichende Auswirkungen, die sich nun auch auf die Strom- und Gaspreisbremse auswirken könnten. Während das Bundesfinanzministerium bereits eine Haushaltssperre für sämtliche Ministerien verhängt hat, steht nun auch der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) vor einer Sperrung. Aus diesem Fonds werden nicht nur die Strompreisbremse und die Gaspreisbremse finanziert, sondern auch die Stabilisierung der Netznutzungsentgelte.

Für das laufende Jahr bleiben die Auszahlungen der Energiepreisbremsen vom WSF unberührt, doch die Aussichten für das Jahr 2024 sind düster. Es wird erwartet, dass ab dann kein Geld mehr aus dem WSF für diese Zwecke zur Verfügung stehen wird. Damit gerät die geplante Fortführung der Energiepreisbremsen bis März 2024 in Gefahr.

Die Abschaffung der Energiepreisbremsen könnte erhebliche Auswirkungen auf die Strom- und Gaspreise in Deutschland haben. Im kommenden Jahr werden die sogenannten Netznutzungsentgelte um elf Prozent steigen. Diese Gebühren zahlen Stromkunden für die Nutzung der Stromnetze. Eine Beispielrechnung des Vergleichsportals Check24 zeigt, dass ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden allein durch diese Erhöhung 47 Euro mehr bezahlen muss.

Ursprünglich plante die Regierung, dies mit 4,5 Milliarden Euro auszugleichen, um Schlimmeres zu verhindern. Doch ohne diese finanzielle Unterstützung könnten die Netzentgelte noch stärker ansteigen. In diesem Fall würden auf einen typischen Haushalt zusätzlich 46 Euro an Mehrkosten zukommen, was insgesamt fast 100 Euro ausmacht.

Zusätzlich könnte der Wegfall der Strompreisbremse die Preise beeinflussen. Aktuell begrenzt die Preisbremse den Strompreis pro Kilowattstunde auf 40 Cent, was für 80 Prozent des Vorjahresstromverbrauchs gilt. Geht man von durchschnittlichen Stromkosten aus, würden Haushalte 2024 im Schnitt 1884 Euro für Strom bezahlen, wenn die Strompreisbremse noch in den ersten drei Monaten greift. Sollte sie entfallen, kämen 13 Euro hinzu, was einem Preis von 1897 Euro entspricht. Kunden in der Grundversorgung müssten sogar mit 34 Euro Mehrkosten rechnen.

Die vergleichsweise geringen Beträge ergeben sich aus den bereits gesunkenen Strompreisen in den letzten Monaten. Viele Verbraucher sind bereits zu Tarifen gewechselt, die unter der Strompreisbremse liegen und somit günstiger sind als 40 Cent pro Kilowattstunde. Dadurch bietet die Preisbremse nur noch begrenzte Entlastung.

Die Situation bei den Gaspreisen ähnelt der bei den Strompreisen. Die Fortführung der Gaspreisbremse bis März würde den Verbrauchern durchschnittlich nur 44 Euro Ersparnis bringen. Dennoch müssen Gasverbraucher mit erheblichen Preissteigerungen rechnen, die nicht primär auf den Wegfall der Preisbremse, sondern auf die Mehrwertsteuererhöhung zurückzuführen sind. Derzeit beträgt die Mehrwertsteuer auf Gas lediglich sieben Prozent, aber ab April soll sie auf 19 Prozent ansteigen.

Folglich würde ein Durchschnittshaushalt mit einem Gasverbrauch von 20.000 kWh pro Jahr im gesamten Jahr 2201 Euro netto zahlen, wenn die Gaspreisbremse ab Januar wegfällt. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer. Bleibt diese auf sieben Prozent reduziert, würden die Kosten bei 2355 Euro liegen. Doch mit der geplanten Erhöhung im April müsste der Durchschnittshaushalt 2576 Euro zahlen, was eine zusätzliche Belastung von 220 Euro bedeutet.

Die Preisbremsen selbst haben für Verbraucher aktuell nur noch geringe finanzielle Auswirkungen, da die Energiepreise bereits stark gesunken sind. Viele Verbraucher haben Tarife gewählt, die unter der Strompreisbremse liegen und dadurch günstiger sind. Durch einen Anbieterwechsel könnten Verbraucher im Durchschnitt 1011 Euro bei den Gaspreisen einsparen, wie Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei Check24, betont.

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