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Drei Energieaktien für langfristige Anleger im nächsten Jahrzehnt

Chevron, Williams Companies und Brookfield Renewable überzeugen mit stabilen Dividenden, starkem Wachstum und attraktiven Bewertungen.

Drei Energieaktien für langfristige Anleger im nächsten Jahrzehnt

Energieaktien gelten als volatil – zyklische Rohstoffpreise und geopolitische Risiken machen den Sektor anspruchsvoll. Dennoch bieten die besten Vertreter der Branche langfristig starke Renditen, denn die weltweite Energienachfrage wächst unaufhörlich. Wer auf gut diversifizierte Unternehmen mit nachhaltigen Dividenden setzt, kann auch wirtschaftliche Abschwünge gut überstehen.

Drei Aktien stechen dabei besonders hervor: Chevron (CVX), The Williams Companies (WMB) und Brookfield Renewable Corporation (BEPC). Alle drei erfüllen die Kriterien eines robusten Langfristinvestments – mit attraktiven Dividendenrenditen, soliden Wachstumsaussichten und vernünftigen Bewertungen.

Chevron: Globaler Energieriese mit 39 Jahren Dividendenwachstum

Chevron ist eines der weltweit größten integrierten Energieunternehmen und in 180 Ländern aktiv. Das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Förderung (Upstream) über den Transport (Midstream) bis zur Verarbeitung (Downstream). Die wichtigsten Förderregionen sind die USA, Kasachstan und Australien.

Trotz seiner globalen Präsenz ist Chevron dem Iran-Konflikt weniger ausgesetzt als viele direkte Wettbewerber. Steigende Ölpreise kommen dem Unternehmen dennoch zugute: Sie steigern die Upstream-Gewinne, generieren mehr Barmittel für Dividenden und Aktienrückkäufe und verbessern die Margen großer Projekte. Chevron hat seine Dividende seit 39 aufeinanderfolgenden Jahren jährlich erhöht – ein Zeichen außergewöhnlicher Verlässlichkeit.

Aktuell bietet die Aktie eine erwartete Dividendenrendite von 3,8 % und wird zum 14-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Analysten prognostizieren für den Zeitraum 2025 bis 2028 ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum je Aktie (EPS-CAGR) von 23 %. Chevron plant zudem, seine Öl- und Gasproduktion bis 2030 jährlich um 2 % bis 3 % zu steigern – angetrieben durch den Ausbau des Tengiz-Feldes in Kasachstan, Modernisierungen im Perm-Becken, Tiefseeprojekte im Golf von Mexiko sowie Erdgasprojekte in Australien. Die jüngste Übernahme von Hess verschafft dem Konzern darüber hinaus Zugang zu Guyana, einer der am schnellsten wachsenden Ölregionen der Welt.

The Williams Companies: Profiteur des KI-Energiebooms

The Williams Companies ist ein reines Midstream-Unternehmen und betreibt mehr als 33.000 Meilen an Pipelines in den USA. Damit transportiert Williams rund 30 % der gesamten amerikanischen Erdgasproduktion. Das Geschäftsmodell basiert auf Nutzungsgebühren, die Förderunternehmen und Raffinerien für die Nutzung der Pipelines zahlen – ein stabiles, weitgehend von Rohstoffpreisschwankungen unabhängiges Modell.

Besonders interessant: Williams transportiert ausschließlich Erdgas und Erdgaskondensate (NGLs), keine Rohölprodukte. Das macht das Unternehmen zu einer direkten Wette auf den wachsenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren und Cloud-Infrastrukturen. Zusätzlich baut Williams sogenannte „Behind-the-Meter"-Standorte direkt an Rechenzentren, um Hyperscalern einen stabilen Erdgasfluss zu liefern und dabei klassische Versorgungsunternehmen zu umgehen.

Analysten erwarten für 2025 bis 2028 ein jährliches EBITDA-Wachstum von 11 %. Bei einem Unternehmenswert von 128 Milliarden US-Dollar wird die Aktie zum 15-fachen des diesjährigen bereinigten EBITDA gehandelt. Die erwartete Dividendenrendite liegt bei 2,7 %.

Brookfield Renewable: Grüne Energie mit KI-Rückenwind

Brookfield Renewable Corporation ist ein breit aufgestellter Anbieter erneuerbarer Energien mit Wasserkraftwerken, Windparks, Solaranlagen und weiteren Projekten. Das Unternehmen schloss das Jahr 2025 mit einer operativen Kapazität von 47 Gigawatt ab und hat weitere 200 Gigawatt an Projekten in der Pipeline.

Auch Brookfield Renewable profitiert vom Boom der KI-Rechenzentren. Langfristige Stromabnahmeverträge mit Hyperscalern wie Microsoft und Googles Mutterkonzern Alphabet sichern stabile Einnahmen. Diese Verträge enthalten sogenannte Inflations-Eskalatoren, die es dem Unternehmen erlauben, Preise entsprechend der Inflation anzupassen. Zusätzliche Nachfrage entsteht durch Dekarbonisierungsinitiativen, steigende Elektrofahrzeugverkäufe und die Rückverlagerung von Industrieunternehmen.

Für den Zeitraum 2025 bis 2028 prognostizieren Analysten ein bereinigtes EBITDA-Wachstum von 5 % pro Jahr. Bei einem Unternehmenswert von 57 Milliarden US-Dollar wird die Aktie zum 14-fachen des bereinigten EBITDA des nächsten Jahres gehandelt. Die hohe erwartete Dividendenrendite von 4,3 % bietet zusätzlichen Schutz in einem unsicheren Marktumfeld.

Alle drei Unternehmen vereinen solide Fundamentaldaten, attraktive Ausschüttungen und klare Wachstumstreiber – und könnten damit für langfristig orientierte Anleger eine starke Ergänzung im Depot darstellen.

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