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DP World CEO tritt nach Epstein-Enthüllungen zurück

Sultan Ahmed Bin Sulayem verlässt den Hafenbetreiber nach belastenden Dokumenten des US-Justizministeriums.

DP World CEO tritt nach Epstein-Enthüllungen zurück

Sultan Ahmed Bin Sulayem, der langjährige Chef des Hafenbetreibers DP World, ist von seinen Ämtern zurückgetreten. Der Rücktritt erfolgte, nachdem vom US-Justizministerium veröffentlichte Dokumente seine engen Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein offenlegten.

Die Akten des Justizministeriums und andere öffentliche Offenlegungen zeigten, dass Bin Sulayem und Epstein über Jahre hinweg freundschaftliche E-Mails austauschten. In den Nachrichten sprachen die beiden Männer unter anderem in derben Worten über Frauen. Zudem belegen Fotos, dass der Dubai-Geschäftsmann Epsteins berüchtigte Privatinsel besuchte.

Das öffentliche Interesse an dem Fall verschärfte sich in dieser Woche dramatisch. Im US-Kongress wurde bekannt, dass Bin Sulayem jener "Sultan" war, der im Jahr 2019 eine E-Mail von Epstein erhielt. In dieser schrieb der Sexualstraftäter: "Ich habe das Foltervideo geliebt." Die Enthüllung dieser Nachricht löste eine Welle der Empörung aus.

Rücktritt bei staatlichem Hafenbetreiber

Am Freitag trat Bin Sulayem als Chairman und Chief Executive von DP World zurück. Das Unternehmen gehört letztlich der Regierung von Dubai und betreibt weltweit Hafenanlagen. DP World ist einer der größten Hafenbetreiber der Welt und verwaltet über 70 Terminals auf sechs Kontinenten.

Bin Sulayem war für eine unmittelbare Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Auch DP World äußerte sich bislang nicht zu den Hintergründen des plötzlichen Rückzugs. Die Verbindungen zu Epstein werfen Fragen über die Führung des staatlichen Unternehmens auf.

Der Fall zeigt erneut die weitreichenden Folgen der Epstein-Enthüllungen. Jeffrey Epstein starb 2019 in Untersuchungshaft, nachdem er wegen Sexhandels angeklagt worden war. Die nun veröffentlichten Dokumente bringen immer mehr hochrangige Persönlichkeiten mit dem verurteilten Straftäter in Verbindung.

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