DoorDash startet eigenes Drohnen-Lieferprogramm nach FAA-Zertifizierung
Der US-Essenslieferdienst DoorDash erhält FAA-Zulassung und baut mit DoorDash Air eine eigene Drohnen-Lieferinfrastruktur auf.

DoorDash hat am Mittwoch sein hauseigenes Drohnen-Lieferprogramm unter dem Namen DoorDash Air gestartet. Grundlage dafür ist eine offizielle Zertifizierung der US-Bundesluftfahrtbehörde FAA, die dem Unternehmen den kommerziellen Betrieb von Drohnenlieferungen in den Vereinigten Staaten erlaubt. Der Schritt markiert einen bedeutenden Vorstoß des Essenslieferdienstes in den Bereich der autonomen Zustellung.
Mit dem Programm verfolgt DoorDash das Ziel, die Abhängigkeit von menschlichen Kurieren schrittweise zu verringern und sein Logistiknetzwerk strategisch auszubauen. Entwickelt wurde DoorDash Air von DoorDash Labs, der unternehmenseigenen Einheit für Robotik und Autonomie. Laut einem Bericht von TechCrunch soll das Programm künftig direkt in die Liefer-App des Unternehmens integriert werden.
DoorDash gab bekannt, eigene Fluggeräte sowie eine umfassendere Drohnen-Infrastruktur aufzubauen. Einen konkreten Zeitplan für den kommerziellen Einsatz nannte das Unternehmen bislang jedoch nicht.
Wachsender Wettbewerb im Drohnen-Liefermarkt
Mit dem Start von DoorDash Air reiht sich das Unternehmen in ein zunehmend wettbewerbsintensives Feld ein. Zu den etablierten Akteuren im Bereich der Drohnenlieferungen zählen Prime Air von Amazon, Wing als Tochterunternehmen des Google-Mutterkonzerns Alphabet sowie Zipline – allesamt Anbieter, die ihre kommerziellen Aktivitäten in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet haben.
Trotz des Aufbaus eigener Kapazitäten wird DoorDash die bestehenden Partnerschaften mit den Drohnenlieferdiensten Wing und Flytrex fortführen. Das Unternehmen setzt damit auf eine parallele Strategie: externe Kooperationen und eigene Entwicklungen laufen gleichzeitig weiter.
Multimodales Liefernetzwerk als Fundament
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Zur AktienanalyseDoorDash betreibt bereits heute ein multimodales Liefernetzwerk, das verschiedene Technologien miteinander kombiniert. Neben menschlichen Kurieren setzt das Unternehmen auf seine sogenannten „Dot"-Gehwegroboter sowie auf autonome Lieferpartner. Drohnen sollen künftig als zusätzliche Option für die Auftragsabwicklung in dieses Netzwerk eingebunden werden.
Für deutsche Anleger und Beobachter des US-Technologiesektors ist der Schritt von DoorDash ein weiteres Signal dafür, dass die großen Lieferplattformen zunehmend in autonome Logistiklösungen investieren. Der Wettlauf um FAA-Zertifizierungen und eigene Drohnenflotten zeigt, dass die Branche die regulatorischen Hürden in den USA zunehmend überwindet und die Technologie näher an den Massenmarkt rückt. Ob und wann DoorDash Air tatsächlich flächendeckend verfügbar sein wird, bleibt angesichts des fehlenden Zeitplans vorerst offen.


