ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Dollarstärke bringt deutschen Firmen Vorteile

Exportkonzerne trotzen Zöllen und schwachem Heimatmarkt dank Wechselkursgewinnen

Dollarstärke bringt deutschen Firmen Vorteile

In den kommenden Monaten könnten US-Zölle auf europäische Waren sowie die schwächelnde Konjunktur in Deutschland die Gewinne vieler Unternehmen belasten. Gleichzeitig sorgt jedoch die anhaltende Stärke des US-Dollars für eine gewisse Entlastung, insbesondere für exportorientierte deutsche Konzerne. Seit September 2024 hat der Euro stetig an Wert verloren und bewegt sich aktuell in Richtung Parität zum Dollar. Derzeit liegt der Wechselkurs bei etwa 1,04 Dollar je Euro, nachdem er im Herbst des Vorjahres noch bei 1,11 Dollar gelegen hatte. Als Ursache für diese Entwicklung gilt die Aussicht auf eine erneute Amtszeit von Donald Trump, dessen Wiederwahl im November 2024 den Trend zusätzlich verstärkt hat.

Für exportstarke deutsche Unternehmen bietet die Dollarstärke erhebliche Vorteile. Ihre Produkte werden im Dollarraum günstiger, was die Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Die Analysten der Baader Bank verweisen darauf, dass die Verteuerung durch potenzielle US-Zölle so teilweise kompensiert werden könnte. Der Medizintechnik-Konzern Siemens Healthineers erwartet beispielsweise, dass sich die Belastung durch Zölle und der positive Währungseffekt weitgehend ausgleichen werden. Finanzchef Jochen Schmitz erklärte, man beobachte die Handelspolitik der USA zwar aufmerksam, rechne aber insgesamt mit einem stabilen Ergebnis.

Auch der Halbleiterhersteller Infineon profitiert von der Entwicklung. Der Konzern hat seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2024 angehoben und führt dies unter anderem auf die Kursentwicklung zurück. Konzernchef Jochen Hanebeck erläuterte, dass eine Anpassung der Wechselkursannahmen von 1,10 auf 1,05 Dollar je Euro die Umsatzerwartung um rund 450 Millionen Euro erhöhe. Die Aktie von Infineon verzeichnete daraufhin einen deutlichen Kursanstieg.

Weitere Unternehmen mit starkem Geschäft im Dollarraum profitieren ebenfalls. Bayer erzielt erhebliche Umsätze in den USA, und der Konzern hat auf seiner Webseite einen Währungsrechner bereitgestellt, der die positiven Effekte eines schwächeren Euro auf das Nettoergebnis veranschaulicht. Airbus, dessen Flugzeuge überwiegend in Dollar abgerechnet werden, sowie der Rüstungskonzern Rheinmetall, der ebenfalls viele Verträge in Dollar abschließt, zählen ebenfalls zu den Gewinnern.

Auch die Deutsche Bank sieht Vorteile. Finanzchef James von Moltke erklärte, die Bank habe mehr Dollar-Einnahmen als -Ausgaben und sichere das Währungsrisiko nicht ab. Ein schwächerer Euro könne daher die Konzernerträge über die bisher geplanten 32 Milliarden Euro hinaus steigern. In der Automobilbranche dürfte der Luxuswagenhersteller Porsche spürbar profitieren, da jeder vierte verkaufte Wagen in den USA abgesetzt wird. Währungsexperten erwarten, dass der Euro weiter schwächelt und möglicherweise unter die Parität fällt.

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