Dollar vor US-Arbeitsmarktbericht leicht im Plus
Der US-Dollar legt am Donnerstag moderat zu, während Anleger auf den wichtigen Arbeitsmarktbericht am Freitag warten. Der Dollar-Index steigt um 0,1 Prozent auf 98,537 Punkte.

Der US-Dollar zeigt sich am Donnerstag leicht fester, doch die Gewinne bleiben überschaubar. Anleger warten gespannt auf den entscheidenden Arbeitsmarktbericht am Freitag, der wichtige Hinweise zur Verfassung der US-Wirtschaft liefern soll. Der Dollar-Index, der den Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, notiert 0,1 Prozent höher bei 98,537 Punkten.
Trotz des leichten Wochengewinns verzeichnet die US-Währung ihre schwächste Jahresperformance seit 2017. Die gemischten Konjunktursignale der vergangenen Tage sorgen für Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs der Federal Reserve.
Gemischte Arbeitsmarktdaten belasten
Die am Mittwoch veröffentlichten Daten zu den privaten Lohn- und Gehaltsabrechnungen für Dezember sowie zu den offenen Stellen im November fielen schwächer aus als erwartet. Dennoch deuteten robuste Messgrößen zur Geschäftsaktivität darauf hin, dass die US-Wirtschaft das Jahr 2025 voraussichtlich positiv abschließen wird.
Im Tagesverlauf stehen weitere Konjunkturdaten auf der Agenda, darunter die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Challenger-Stellenstreichungen für Dezember. Die größte Aufmerksamkeit richtet sich jedoch auf den monatlichen Arbeitsmarktbericht am Freitag.
Markt erwartet 57.000 neue Stellen
Ökonomen prognostizieren, dass in den USA im Dezember rund 57.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen wurden, nach 64.000 im November. Diese Zahlen werden entscheidend für die Einschätzung der weiteren Fed-Politik sein.
Die Federal Reserve hatte die Zinsen bei ihren letzten drei Sitzungen im Jahr 2025 gesenkt. Für 2026 wird jedoch mit einem langsameren Tempo der geldpolitischen Lockerung gerechnet.
Oberster Gerichtshof könnte Dollar stützen
Zusätzliche Spannung bringt die für Freitag erwartete Entscheidung des Obersten Gerichtshofs über die Rechtmäßigkeit der Zollpolitik der Trump-Administration. Analysten der ING erwarten eine negative Entscheidung, die den Dollar stärken könnte. "Die Auswirkungen der Zölle auf dem Arbeitsmarkt waren stärker ausgeprägt als auf die Inflation", so die Experten.
Euro unter Druck durch Geopolitik
Der Euro notiert bei 1,1672 Dollar und steuert auf einen leichten Wochenverlust zu. Starke deutsche Auftragseingänge konnten die Stimmung nicht aufhellen, da geopolitische Themen im Fokus stehen. Die USA und Dänemark werden nächste Woche über Grönland verhandeln, während Großbritannien und Frankreich zugestimmt haben, im Falle eines Ukraine-Friedensabkommens Truppen zu entsenden.
Pfund gibt von Höchststand nach
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Zur AktienanalyseDas britische Pfund fällt um 0,1 Prozent auf 1,3444 Dollar und gibt damit leicht von seinem fast viermonatigen Höchststand nach. Daten zeigten, dass die britischen Immobilienpreise im Dezember laut Halifax um 0,5 Prozent fielen, was auf anhaltende Schwäche am Immobilienmarkt hindeutet.
Asiatische Währungen unter Druck
Der japanische Yen gibt leicht nach auf 156,54 je Dollar, obwohl das Lohneinkommen japanischer Arbeitnehmer im November deutlich schwächer stieg als erwartet. Dies stellt die Pläne der Bank of Japan für Zinserhöhungen infrage.
Der chinesische Yuan notiert bei 6,9823 je Dollar nahe seinem stärksten Stand seit über zwei Jahren. Der australische Dollar fällt um 0,3 Prozent auf 0,6701 US-Dollar, nachdem die Exporte im November schrumpften und der Handelsbilanzüberschuss unerwartet zurückging.


