ANZEIGE

Dollar verliert Safe-Haven-Prämie: Händler geben bullishe Wetten auf

Friedenshoffnungen im Iran-Konflikt und Fed-Zinssenkungserwartungen belasten den US-Dollar – er steuert auf seinen schlechtesten Monat seit August zu.

•• 3 Min
Dollar verliert Safe-Haven-Prämie: Händler geben bullishe Wetten auf

Der US-Dollar gibt einen Großteil seiner kriegsbedingten Gewinne wieder ab. Händler haben ihre Wetten auf eine weitere Stärke der US-Währung aufgegeben, da die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Konflikts die Attraktivität des Dollars als sicherer Hafen deutlich schmälert. Gleichzeitig verlagert sich die Aufmerksamkeit der Märkte zunehmend auf mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve.

Gegenüber einem Korb von Vergleichswährungen ist der Dollar um 2,3 Prozent gegenüber seinem Höchststand von Ende März gefallen. Damit steuert die US-Währung auf ihren schlechtesten Monat seit August zu. Der Euro hat derweil fast alle Verluste, die er in den ersten Wochen des Konflikts erlitten hatte, wieder wettgemacht.

Deeskalation als Markttreiber

„Es ist ein Deeskalations-Trade", erklärte Meera Chandan, Co-Leiterin der globalen Devisenstrategie bei JPMorgan. Das Institut hat einige seiner Short-Dollar-Empfehlungen zugunsten von Währungen wie dem Australischen Dollar wieder aufgenommen. „Der Safe-Haven-Aufschlag des Dollars, den man zu Beginn des Krieges sah, ist etwas verloren gegangen", so Chandan weiter.

Anleger und Strategen sehen die Friedenshoffnungen als zentralen Faktor für die Dollarschwäche. Zu Beginn des Konflikts hatte die relative Isolierung der USA von den Auswirkungen eines möglichen globalen Energieschocks den Dollar gestützt. Dieser Vorteil schwindet nun mit zunehmender Deeskalation. Gleichzeitig hat eine Erholung bei risikoreichen Anlagen die Währungen der Schwellenländer auf Kosten des Dollars gestärkt.

Trotz Ölpreisen, die am Mittwoch kurzzeitig die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel erreichten, ist die allgemeine Marktvolatilität deutlich zurückgegangen. Die Anleger sehen eine Verhandlungslösung als das wahrscheinlichste Ergebnis des Konflikts. „Unser Basisszenario bleibt, dass es im Interesse beider Parteien liegt, eine Einigung zu erzielen – trotz kleinerer Rückschläge", sagte Mohit Kumar, Chefökonom für Europa bei Jefferies.

Geldpolitische Divergenz belastet den Dollar zusätzlich

Ein weiterer Belastungsfaktor für den Dollar ist die unterschiedliche geldpolitische Ausrichtung in den USA und anderen großen westlichen Volkswirtschaften. Während höhere Energiepreise in Europa voraussichtlich zu weiteren Zinserhöhungen führen werden, preisen die Märkte für die USA bereits Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr ein. Diese Kombination hat den Dollar laut Bloomberg-Daten im April gegenüber jeder wichtigen Währung außer dem japanischen Yen unter Druck gesetzt.

Besonders deutlich zeigt sich die Erholung bei Schwellenländerwährungen: Der südkoreanische Won und der südafrikanische Rand, die zu Beginn des Konflikts zu den am stärksten betroffenen Währungen zählten, legten um mehr als 2 Prozent zu. „Die Erholung der Schwellenländer-Währungen findet eindeutig auf Kosten des Dollars statt und stützt die Ansicht, dass sich die Risikostimmung verbessert", sagte Geoffrey Yu, leitender Marktstratege für Europa, den Nahen Osten und Afrika bei BNY.

Händler kehrten zudem zu sogenannten Carry-Währungen mit höheren Zinssätzen zurück. Yu erklärte, dass diese „renditeorientierten Zuflüsse" durch Wetten auf Fed-Zinssenkungen in diesem Jahr begünstigt würden. Genährt wird diese Erwartung auch durch den politischen Druck von US-Präsident Donald Trump auf die Notenbank, die Zinsen zu senken.

Langfristige Dollarschwäche als Basisszenario

Auch die sogenannten Drei-Monats-Risk-Reversals im Euro-Dollar-Wechselkurs – ein Indikator für die relativen Kosten von Wetten auf einen steigenden oder fallenden Kurs – hatten während des Krieges stark zugunsten des Dollars ausgeschlagen. Inzwischen liegen sie wieder nahe der Neutralität, was die veränderte Marktstimmung widerspiegelt.

Kevin Warsh, Trumps Kandidat für den Fed-Vorsitz, argumentierte bei seiner Bestätigungsanhörung im US-Senat, dass durch Künstliche Intelligenz vorangetriebene Produktivitätssteigerungen den Weg für niedrigere US-Zinsen ebnen könnten. Warsh betonte dabei, der Präsident habe ihn „in keinem unserer Gespräche jemals gebeten, eine Zinsentscheidung im Voraus festzulegen".

Fondsmanager sehen neben dem Fed-Ausblick auch strukturelle Faktoren, die den Dollar langfristig belasten dürften – darunter ein Vertrauensverlust durch die unberechenbare Politik des Weißen Hauses sowie der Wunsch internationaler Investoren, ihr Engagement in US-Vermögenswerten zu reduzieren. Wall-Street-Banken erwarten, dass der Euro im nächsten Jahr von derzeit 1,175 Dollar auf 1,20 Dollar steigen wird, während das britische Pfund von aktuell 1,35 Dollar auf 1,38 Dollar klettern soll.

„Wir glauben immer noch, dass diese übergeordneten, säkularen Kräfte den Dollar letztendlich unter Abwertungsdruck setzen werden", sagte Roger Hallam, Leiter der Abteilung für internationale Zinsen beim Vermögensverwalter Vanguard. „Aber der Konflikt wird die kurzfristige Richtung bestimmen."

Dollar SchwächeSafe HavenFederal Reserve ZinssenkungIran Konflikt WährungEuro Dollar WechselkursSchwellenländerwährungenDevisenmarkt

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.