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Dollar stabilisiert sich nach Trumps Absage des Iran-Angriffs

US-Präsident Trump setzt geplanten Angriff auf den Iran aus – Devisenmärkte reagieren mit Erholung des Greenbacks.

Dollar stabilisiert sich nach Trumps Absage des Iran-Angriffs

Der US-Dollar hat sich am Dienstag im asiatischen Handel stabilisiert, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, einen geplanten Angriff auf den Iran auszusetzen, um Verhandlungen zu ermöglichen. Der US-Dollar-Index, der den Greenback gegenüber einem Korb aus sechs Währungen misst, stieg um 0,1% auf 99,076 Punkte. Damit erholte er sich, nachdem am Montag eine fünftägige Gewinnserie unterbrochen worden war.

Marktanalyst Tony Sycamore von IG in Sydney kommentierte die Entwicklung: „Die Überreaktion wird angesichts dieser Schlagzeilen, die wir über Nacht gesehen haben, zurückgenommen." Er ergänzte: „Die Händler haben sich gut an diesen Zyklus von Spannungen am Wochenende gewöhnt, auf die am Montag Gespräche über Fortschritte folgen."

Anleiherenditen und Ölpreise unter Druck

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen sank um 2,4 Basispunkte auf 4,5974%, nachdem sie zuvor den höchsten Stand seit einem Jahr erreicht hatte. Sinkende Ölpreise dämpften dabei die Inflationssorgen. Die Terminkontrakte für Brent-Rohöl fielen um 2% auf 109,84 US-Dollar pro Barrel.

Der Dollar war in der vergangenen Woche angesichts einer Eskalation des Krieges im Nahen Osten und eines Ausverkaufs an den globalen Anleihemärkten gestiegen. Investoren bewerteten das Risiko neu, dass Zentralbanken die Geldpolitik straffen müssten, um die Inflation einzudämmen – insbesondere da die Straße von Hormus geschlossen geblieben war und die Energiemärkte gestört wurden.

Die Zinsspekulationen an den Terminmärkten haben sich deutlich verschoben: Fed-Funds-Futures preisen laut dem FedWatch-Tool der CME Group eine implizite Wahrscheinlichkeit von 37,4% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf der Fed-Sitzung am 9. Dezember ein. Vor einem Monat lag diese Wahrscheinlichkeit noch bei lediglich 0,5%.

Japanischer Yen und mögliche Interventionen im Fokus

Gegenüber dem japanischen Yen legte der US-Dollar um 0,1% auf 158,95 Yen zu. Zuvor hatten Regierungsdaten gezeigt, dass Japans Wirtschaft im ersten Quartal auf Jahresbasis um 2,1% gewachsen ist – und damit die mittlere Marktprognose von 1,7% übertroffen hat. Analysten der DBS schrieben in einer Research-Notiz, die Daten „sollten dazu beitragen, die Sorgen vor einer Stagflation zu lindern".

Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama signalisierte unterdessen Handlungsbereitschaft: Japan stehe bereit, gegen übermäßige Devisenvolatilität vorzugehen. Dabei solle sichergestellt werden, dass eine etwaige Yen-Stützungsintervention so durchgeführt wird, dass ein Anstieg der US-Staatsanleiherenditen vermieden wird. Daten der japanischen Zentralbank deuten darauf hin, dass Tokio seit dem Start der jüngsten Interventionsrunde am 30. April fast 10 Billionen Yen (rund 63 Milliarden US-Dollar) ausgegeben haben könnte.

Australischer Dollar und weitere Währungen schwächer

Der australische Dollar verlor 0,5% auf 0,71345 US-Dollar, nachdem das Protokoll der Reserve Bank of Australia (RBA) vom 5. Mai gezeigt hatte, dass die Zentralbank die Zinssätze nach drei Erhöhungen in diesem Jahr als bereits restriktiv einschätzt. Analysten von Capital Economics schrieben dazu: „Das Protokoll der RBA-Sitzung im Mai bestätigte, dass der Rat die Option, die Zinsen unverändert zu lassen, neben einer Anhebung um 25 Basispunkte in Betracht gezogen hat." Mit Blick auf die Zukunft gab der Rat kein klares Signal für seinen nächsten Schritt, wobei Capital Economics weiterhin eine Tendenz zur Straffung der Geldpolitik erwartet.

Der neuseeländische Dollar gab im Gleichklang mit dem Aussie um 0,4% auf 0,5854 US-Dollar nach. Der Euro sank um 0,1% auf 1,1644 US-Dollar, während das britische Pfund um 0,2% auf 1,3411 US-Dollar nachgab. Gegenüber dem chinesischen Yuan im Offshore-Handel stieg der US-Dollar um 0,1% auf 6,8031 Yuan.

Im Kryptobereich fiel Bitcoin um 0,2% auf 76.734,76 US-Dollar, während Ether um 0,6% auf 2.128,65 US-Dollar zulegte.

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