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Dollar stabil vor Fed-Entscheidung – Yen schwächelt vor Japan-Wahl

Kevin Warsh-Nominierung stützt US-Währung, während japanischer Yen auf Zweiwochen-Tief fällt.

Dollar stabil vor Fed-Entscheidung – Yen schwächelt vor Japan-Wahl

Der US-Dollar zeigte sich am Mittwoch weitgehend stabil, nachdem Präsident Donald Trump Kevin Warsh als neuen Chef der Federal Reserve nominiert hatte. Die Märkte reagierten positiv auf die Personalie, da Warsh als Verfechter einer vorsichtigen Zinspolitik gilt. Der Dollar-Index, der den Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen misst, notierte bei 97,33 Punkten.

Die Ernennung zerstreute Befürchtungen hinsichtlich der Unabhängigkeit der US-Notenbank, die durch Trumps wiederholte Kritik an Fed-Chef Jerome Powell entstanden waren. Anleger erwarten von Warsh keine schnellen Zinssenkungen, was den Dollar zusätzlich stützte. Der Euro legte leicht auf 1,1834 Dollar zu, während das britische Pfund bei 1,3715 Dollar verharrte.

Am Dienstag hatte Trump ein Ausgabengesetz unterzeichnet, das einen viertägigen Regierungsstillstand beendete. Allerdings werden wichtige Arbeitsmarktdaten, die für Freitag geplant waren, aufgrund der Verzögerungen verspätet veröffentlicht. Die UOB-Strategen warnen vor anhaltender Volatilität während des Bestätigungsverfahrens für Warsh im Kongress.

Yen unter Druck vor Parlamentswahl

Der japanische Yen schwächte sich deutlich ab und fiel um 0,3 Prozent auf 156,26 je Dollar – das niedrigste Niveau seit dem 23. Januar. Die Schwäche der Währung steht im Zusammenhang mit der bevorstehenden Parlamentswahl am Wochenende. Premierministerin Sanae Takaichi wirbt im Wahlkampf für höhere Staatsausgaben, Steuersenkungen und einen beschleunigten Verteidigungsaufbau.

Experten sehen Risiken für den Yen, sollte Takaiichis Regierungspartei LDP stark abschneiden. "Ein starkes Abschneiden würde Takaichi ermutigen, ihre Haushaltsanreizpläne voranzutreiben, was das Risiko einer höheren Staatsverschuldung erhöht", warnt Carol Kong, Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank of Australia. Die Premierministerin hatte zuvor mit Äußerungen über die Vorteile einer schwächeren Währung für Irritationen gesorgt.

Australischer Dollar profitiert von Zinserhöhung

Der australische Dollar legte kräftig zu und notierte bei 0,7028 US-Dollar, nachdem die Reserve Bank of Australia die Zinsen angehoben hatte. Die Märkte gehen davon aus, dass weitere Zinsschritte folgen werden. Der neuseeländische Dollar gab leicht auf 0,604 Dollar nach.

Chinas Yuan erreichte kurzzeitig ein 33-Monats-Hoch gegenüber dem Dollar, getrieben von boomenden Exporten. Die chinesische Zentralbank setzte jedoch einen schwächeren Referenzkurs fest, was als Signal gewertet wird, die Aufwertung der Währung zu bremsen. Analysten erwarten, dass die Behörden eine weitere deutliche Aufwertung verhindern wollen, um die fragile Wirtschaft nicht zu gefährden.

Die Europäische Zentralbank und die Bank of England entscheiden am Donnerstag über ihre Zinspolitik. Beide Notenbanken werden voraussichtlich ihre Leitzinsen unverändert lassen.

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