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Dollar stabil: Ölpreisanstieg und Anleihe-Ausverkauf verschärfen sich

Steigende Ölpreise und ein globaler Anleihe-Ausverkauf stützen den US-Dollar, während Inflationsängste die Märkte belasten.

Dollar stabil: Ölpreisanstieg und Anleihe-Ausverkauf verschärfen sich

Der US-Dollar zeigt sich zum Wochenstart stabil, während steigende Ölpreise und ein sich verschärfender Ausverkauf am globalen Anleihemarkt das Marktgeschehen dominieren. Der Dollar-Index, der den Greenback gegenüber einem Korb wichtiger Währungen misst, notierte unverändert bei 99,325. Euro und Pfund gaben jeweils rund 0,03% nach – der Euro auf $1,1621, das britische Pfund auf $1,3320.

Der risikosensitive Australische Dollar schwächte sich um 0,2% auf $0,7132 ab, während der Neuseeland-Dollar bei $0,5837 nahezu unverändert blieb. Der Japanische Yen fiel auf 158,97 – den schwächsten Stand seit dem 29. April – und versetzt Anleger damit in Alarmbereitschaft bezüglich einer möglichen Intervention der japanischen Behörden.

Ölpreise über 110 Dollar – Inflationsängste nehmen zu

Die Brent-Rohöl-Futures kletterten am Montag um mehr als 1% auf über $110 pro Barrel. Auslöser waren ein Angriff auf ein Kernkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die festgefahrenen Bemühungen zur Beendigung des US-israelischen Krieges gegen den Iran. Anzeichen dafür, dass die Straße von Hormus länger geschlossen bleiben wird, üben zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Energiepreise aus.

Analysten von Barclays sehen darin Rückenwind für den Greenback: „Es scheint, dass sich die Bedingungen für Risikoanlagen und Anleihen verschlechtern und die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Dollar-Rally in dieser Woche gegeben sind", schrieben sie in einem Kommentar. Dabei gewinne der Dollar für jeden Anstieg der Ölpreise um 10% zwischen 0,5% und 1% hinzu.

Anleiherenditen nahe Mehrmonatshochs

Der globale Ausverkauf am Anleihemarkt verschärfte sich am Montag weiter. Die Renditen der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen sprangen auf 4,6310%, während die zweijährige Rendite ein Hoch von 4,1020% erreichte – beide nahe ihrer Höchststände seit Februar 2025. Steigende Energiepreise schüren Inflationsängste und heizen Wetten auf Zinserhöhungen der globalen Zentralbanken an.

Christopher Wong, Devisenstratege bei OCBC, kommentierte: „Kurzfristig könnte der US-Dollar bei Kursrücksetzern weiterhin gut unterstützt bleiben, sofern die Renditen erhöht bleiben und die Märkte weiterhin eine restriktivere Reaktionsfunktion der Fed einpreisen." Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% für eine Zinserhöhung der Fed bis Dezember ein.

Fed-Protokoll und G7-Treffen im Fokus

Im weiteren Wochenverlauf stehen das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung sowie die vorläufigen US-Einkaufsmanagerindizes auf dem Programm. Diese Daten dürften Aufschluss darüber geben, wie besorgt die Zentralbank über die anhaltende Inflation ist und ob die wirtschaftliche Dynamik anhält, so Wong weiter.

Parallel beobachten Anleger das Treffen der Finanzminister und Zentralbankchefs der G7-Staaten am Montag und Dienstag in Paris, bei dem über eine dauerhafte Beendigung des Krieges im Iran beraten wird. Die japanische Regierung plant unterdessen die Aufnahme neuer Schulden zur Finanzierung eines Zusatzhaushalts, der die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Nahen Osten abfedern soll.

Der Offshore-Yuan schwächte sich auf 6,8150 Yuan pro Dollar ab. Die Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in der vergangenen Woche brachten keine nennenswerten Durchbrüche. Hinzu kamen am Montag veröffentlichte Daten, die zeigten, dass Chinas Wachstum im April an Dynamik verloren hat – ein weiterer Belastungsfaktor für die Risikobereitschaft der Anleger weltweit.

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