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Dollar hält Gewinne nach Warsh-Nominierung - EZB-Sitzung im Fokus

US-Währung profitiert von Fed-Erwartungen, während Euro vor wichtiger Zinsentscheidung stabil bleibt

Dollar hält Gewinne nach Warsh-Nominierung - EZB-Sitzung im Fokus

Der US-Dollar konnte am Dienstag den Großteil seiner jüngsten Kursgewinne verteidigen, auch wenn leichte Gewinnmitnahmen zu verzeichnen waren. Der Dollar-Index, der den Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, notierte bei 97,38 Punkten und damit nur 0,1 Prozent niedriger. In den vorangegangenen Handelstagen hatte die US-Währung um beachtliche 1,5 Prozent zugelegt.

Auslöser für die Dollar-Stärke war die Nominierung von Kevin Warsh als neuen Fed-Vorsitzenden durch US-Präsident Donald Trump. Marktteilnehmer erwarten von Warsh eine restriktivere Geldpolitik mit weniger schnellen Zinssenkungen und einer Reduzierung der Fed-Bilanz. Diese Erwartungshaltung stützt den Dollar nachhaltig.

Zusätzlichen Rückenwind erhielt der Greenback durch überraschend positive Konjunkturdaten aus dem verarbeitenden Gewerbe. Der ISM-Einkaufsmanagerindex sprang im Januar auf 52,6 Punkte und damit erstmals seit einem Jahr wieder in den Expansionsbereich. Dies markiert den stärksten Wert seit August 2022. Die Analysten von ING hoben besonders hervor, dass Produktion und Auftragseingänge deutlich anzogen, was auf eine solide Dynamik der künftigen Produktion hindeutet.

Regierungsstillstand verzögert wichtige Daten

Belastend wirkte hingegen der teilweise Regierungsstillstand in Washington. Als direkte Folge wird der wichtige monatliche Arbeitsmarktbericht nicht wie geplant am Freitag veröffentlicht. Auch die Daten zu offenen Stellen wurden verschoben. Das Repräsentantenhaus könnte jedoch bereits heute über eine Verlängerung der Regierungsfinanzierung abstimmen, was eine Veröffentlichung der Daten in der kommenden Woche ermöglichen würde.

Der Euro zeigte sich vor der EZB-Sitzung am Donnerstag weitgehend stabil und notierte bei 1,1812 Dollar, ein Plus von 0,2 Prozent. Die Gemeinschaftswährung hatte sich zuvor von der Marke von 1,20 Dollar zurückgezogen. Die französischen Verbraucherpreise fielen im Januar um 0,3 Prozent, was zu einer Jahresrate von lediglich 0,3 Prozent führte.

EZB vor Zinsentscheidung - Deflationssorgen im Fokus

Die schwachen Inflationsdaten dürften bei der geldpolitischen Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag für Diskussionen sorgen. Analysten erwarten mehrheitlich, dass die EZB die Zinsen zum fünften Mal in Folge bei 2,0 Prozent belassen wird. Je stärker der Euro korrigiere, desto unwahrscheinlicher seien Kommentare zum Wechselkurs durch die Notenbank, so die Einschätzung von ING.

Auch die Bank of England dürfte bei ihrer Sitzung am Donnerstag die Zinsen unverändert lassen. Das britische Pfund notierte bei 1,3582 Dollar und damit 0,1 Prozent höher.

Bewegung in Asien und Ozeanien

Der japanische Yen legte leicht zu, nachdem das Währungspaar Dollar/Yen wieder über die Marke von 155,00 gestiegen war. Marktteilnehmer beobachten aufmerksam, ob die japanischen Behörden zur Stützung der schwachen Währung intervenieren werden.

Die Reserve Bank of Australia sorgte für Überraschung mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Die Zentralbank hob zudem ihre Wachstums- und Inflationsprognosen an und erklärte, die Inflation werde voraussichtlich bis mindestens 2027 über dem Zielkorridor von 2 bis 3 Prozent bleiben. Der australische Dollar sprang daraufhin um 1,3 Prozent auf 0,7037 US-Dollar.

Die indische Rupie gewann deutlich an Wert und erreichte den höchsten Stand seit Mitte Januar. Hintergrund ist ein Handelsabkommen zwischen den USA und Indien, wonach Washington seine Zölle auf indische Waren von 50 auf 18 Prozent senkt. Im Gegenzug öffnet Indien seine Märkte weiter und schränkt seine Käufe von russischem Öl ein.

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