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Dollar gewinnt vor Fed-Protokoll – Pfund trotzt sinkender Inflation

US-Währung profitiert von robusten Wirtschaftsdaten, während Sterling trotz nachlassenden Preisdrucks zulegt.

Dollar gewinnt vor Fed-Protokoll – Pfund trotzt sinkender Inflation

Der US-Dollar hat am Mittwoch im Vorfeld der Veröffentlichung des Fed-Protokolls leicht zugelegt. Der Dollar-Index, der den Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, stieg um 0,1 Prozent auf 97,18 Punkte. Die US-Währung profitiert von optimistischen Konjunkturdaten, darunter der starke Arbeitsmarktbericht der Vorwoche, sowie von geopolitischen Unsicherheiten.

Analysten der ING erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. "Es wird erwartet, dass sich dieser Trend heute aufgrund konstruktiver Daten zu den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter und zur Industrieproduktion fortsetzt", heißt es in einer Mitteilung. Die Märkte richten ihren Blick nun auf das Protokoll der Januar-Sitzung der Federal Reserve, das im Tagesverlauf veröffentlicht wird.

Die US-Notenbank hatte die Zinsen zuletzt unverändert gelassen und vor anhaltenden Risiken für Inflation und Arbeitsmarkt gewarnt. Die ING-Analysten rechnen mit einem "festen Konsens über eine Pause", was die aktuellen Markterwartungen von etwa 59 Basispunkten an Zinssenkungen in diesem Jahr dämpfen könnte. Zusätzliche Unsicherheit ergibt sich aus der wahrscheinlichen Ernennung von Kevin Warsh zum Fed-Vorsitzenden im Mai.

Britisches Pfund widerstandsfähig

Das Pfund Sterling legte trotz sinkender Inflation zu. GBP/USD stieg um 0,1 Prozent auf 1,3570 Dollar. Die britische Verbraucherpreisinflation fiel im Januar auf 3,0 Prozent nach 3,4 Prozent im Dezember – der niedrigste Stand seit März letzten Jahres. Besonders die Preise für Transport, Lebensmittel und alkoholfreie Getränke stiegen weniger stark.

Allerdings zeigt sich laut ING ein gemischtes Bild: "Die Lebensmittelinflation ist stark rückläufig. Das dürften gute Nachrichten für die Falken sein. Die Dienstleistungsinflation ist jedoch hartnäckiger – und was wichtig ist: Die Kernrate der Dienstleistungen der BoE ist leicht gestiegen." Dies deutet darauf hin, dass die Bank of England ihre restriktive Geldpolitik möglicherweise länger beibehalten muss.

Euro unter Druck durch Lagarde-Gerüchte

Der Euro gab leicht nach und notierte bei 1,1836 Dollar, ein Minus von 0,1 Prozent. Die Financial Times berichtete, dass EZB-Präsidentin Christine Lagarde plant, ihr Amt vorzeitig vor den französischen Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr niederzulegen. Ihre reguläre Amtszeit endet erst im Oktober 2027.

Als mögliche Nachfolger gelten der Spanier Pablo Hernandez de Cos und der Deutsche Joachim Nagel. Letzterer hatte sich kürzlich für zusätzliche gemeinsame Kreditaufnahme in der EU ausgesprochen. Die ING schätzt jedoch, dass es noch zu früh ist, als dass diese Nachricht den Euro bereits nachhaltig beeinflussen könnte.

Asiatische Währungen im Fokus

Der japanische Yen schwächte sich ab, USD/JPY stieg um 0,2 Prozent auf 153,66. Japans Exporte sprangen im Januar um 16,8 Prozent im Jahresvergleich, während die Importe fielen. Dies führte zu einem Handelsdefizit von 1,15 Billionen Yen, das geringer ausfiel als erwartet.

Die USA und Japan gaben zudem Details zu Japans Zusage bekannt, 550 Milliarden US-Dollar in den USA zu investieren. Das erste Projekt ist eine 33-Milliarden-Dollar-Investition in eine Erdgasproduktionsanlage in Ohio, die von einer Softbank-Tochtergesellschaft verwaltet werden soll. "Japanische Direktinvestitionen in den USA werden in diesem Jahr ein wichtiger Beobachtungsfaktor sein", so die ING.

Der chinesische Yuan blieb weitgehend stabil bei 6,9087 je Dollar, nahe seinen Dreijahrestiefs. Die chinesischen Märkte bleiben für den Rest der Woche geschlossen.

Ozeanische Währungen unter Druck

Der australische Dollar gab um 0,2 Prozent auf 0,7071 US-Dollar nach. Der neuseeländische Dollar brach sogar um 0,7 Prozent auf 0,6003 Dollar ein, nachdem die Reserve Bank of New Zealand ihren Leitzins bei 2,25 Prozent beließ und signalisierte, dass die Geldpolitik unterstützend bleiben wird. Die Notenbank erwartet, dass die Inflation im nächsten Jahr angesichts freier Kapazitäten und moderaten Lohndrucks in Richtung des Zielwerts von 2 Prozent sinken wird.

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