Dollar gewinnt gegen Euro und Yen nach Fed-Zinsentscheidung
US-Notenbank lässt Leitzins unverändert – Inflation bleibt erhöht, Wirtschaftswachstum solide

Der US-Dollar hat am Mittwoch seine Gewinne gegenüber dem Euro und dem japanischen Yen ausgebaut, nachdem die US-Notenbank Federal Reserve ihre Zinsen wie erwartet unverändert gelassen hat. Die Entscheidung begründete die Fed mit der weiterhin erhöhten Inflation bei gleichzeitig robustem Wirtschaftswachstum.
Der Euro verlor gegenüber dem Greenback rund 1 Prozent und notierte bei 1,19163 Dollar. Noch deutlicher fiel der Kursgewinn des Dollar gegenüber dem Yen aus: Die US-Währung legte um 1,1 Prozent auf 153,90 Yen zu. Diese Entwicklung spiegelt das Vertrauen der Märkte in die restriktive Geldpolitik der Fed wider.
In ihrem aktuellen Statement gab die US-Notenbank kaum Hinweise darauf, wann mit einer Lockerung der Geldpolitik zu rechnen ist. Fed-Chef Jerome Powell machte deutlich, dass die Zentralbank zunächst weitere Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung sehen möchte, bevor sie über Zinssenkungen nachdenkt.
Sichere Häfen profitieren von Spannungen
Parallel zur Dollar-Stärke verzeichneten auch die Edelmetalle deutliche Zugewinne. Gold- und Silberpreise erreichten Rekordhochs, da zunehmende Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Nachfrage nach sicheren Anlagen befeuerten. Analysten sehen in der aktuellen geopolitischen Lage einen wesentlichen Treiber für die Edelmetallpreise.
Die US-Aktienmärkte zeigten sich von der Fed-Entscheidung weitgehend unbeeindruckt und schlossen nahezu unverändert. Investoren richten ihren Fokus nun auf die anstehenden Quartalszahlen der großen Technologiekonzerne, die wichtige Impulse für die weitere Marktentwicklung liefern könnten.
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Zur AktienanalyseAusblick für Anleger
Für deutsche Anleger bedeutet die Dollar-Stärke höhere Kosten bei US-Investments, aber auch attraktivere Renditen bei Dollar-denominierten Anlagen. Die Währungsentwicklung dürfte in den kommenden Wochen stark von den Inflationsdaten und weiteren Fed-Signalen abhängen. Experten rechnen frühestens in der zweiten Jahreshälfte mit ersten Zinssenkungen in den USA.


