Dollar gewinnt an Stärke: Fed-Protokoll zeigt Uneinigkeit über Zinspolitik
US-Währung profitiert von steigenden Renditen, während geopolitische Spannungen die Märkte belasten

Der US-Dollar hat seine Gewinne vom Mittwoch gefestigt und notiert weiterhin stark gegenüber den wichtigsten Währungen. Der Euro verharrt knapp unter der Marke von 1,18 Dollar, während der Yen ebenfalls unter Druck steht. Die am Mittwoch veröffentlichten Protokolle der US-Notenbank Federal Reserve zeigen eine deutliche Uneinigkeit unter den Entscheidungsträgern über den künftigen Zinspfad.
Die Fed-Protokolle offenbaren fundamentale Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Notenbank. Während einige Mitglieder darauf setzen, dass Produktivitätsgewinne die Inflation dämpfen werden, warnte die Mehrheit der Teilnehmer vor langsamen und ungleichmäßigen Fortschritten. Dies deutet darauf hin, dass der neue Fed-Vorsitzende, der im Mai sein Amt antritt, erhebliche Schwierigkeiten haben wird, Zinssenkungen durchzusetzen.
Die steigenden US-Renditen stützen den Dollar zusätzlich. Gleichzeitig sorgen Berichte über eine Aufstockung der US-Streitkräfte im Nahen Osten und einen möglichen Konflikt zwischen den USA und dem Iran für Nervosität an den Märkten. Diese geopolitischen Spannungen treiben sowohl die Ölpreise als auch sichere Häfen nach oben.
Antipodische Währungen unter Druck
Der neuseeländische Dollar verzeichnete seinen stärksten prozentualen Rückgang seit dem Zoll-Schock im April des vergangenen Jahres. Am Mittwoch brach der "Kiwi" um fast 1,4 Prozent ein und notiert im asiatischen Handel knapp unter 0,60 Dollar. Die neuseeländische Zentralbank hatte zuvor eine vorsichtige Haltung zu künftigen Zinserhöhungen eingenommen und damit die Markterwartungen enttäuscht.
Der australische Dollar zeigt sich dagegen robuster und hält sich bei 0,7050 Dollar. Aktuelle Arbeitsmarktdaten aus Australien zeigten, dass die Arbeitslosenquote auf einem Mehrmonatstief von 4,1 Prozent verbleibt, was die Währung stützt.
Europäische Währungen belastet
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Zur AktienanalyseDer Euro bewegt sich bei 1,1790 Dollar und steht zusätzlich unter Druck durch Berichte, wonach EZB-Präsidentin Christine Lagarde plane, ihr Amt vor dem Ende ihrer Amtszeit im Oktober nächsten Jahres niederzulegen. Das britische Pfund notiert aktuell bei 1,3482 Dollar.
Die Kombination aus geldpolitischer Unsicherheit in den USA und geopolitischen Risiken dürfte die Devisenmärkte in den kommenden Wochen weiter bewegen. Anleger beobachten genau, wie sich die neue Fed-Führung positionieren wird und welche Auswirkungen dies auf die globalen Währungsmärkte haben könnte.


