Dollar auf Talfahrt: Trump zeigt sich unbesorgt über Kursverluste
Der US-Dollar verzeichnet seinen stärksten Tagesverlust seit April, nachdem Präsident Trump erklärt hat, die Währungsschwäche bereite ihm keine Sorgen. Der WSJ-Dollar-Index fiel um 1,1 Prozent auf den niedrigsten Stand seit April 2022.

Der US-Dollar setzt seine Talfahrt fort und verzeichnete am gestrigen Handelstag den größten Tagesverlust seit den Zollturbulenzen im April. Auslöser für den erneuten Kursrutsch waren Äußerungen von Präsident Donald Trump, der sich über die jüngsten Verluste der US-Währung unbesorgt zeigte. Der WSJ-Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenback gegenüber einem Korb wichtiger Währungen misst, beendete den Handel nahe den Tagestiefs und fiel um 1,1 Prozent auf den niedrigsten Schlussstand seit April 2022.
Vier Verlusttage in Folge
Der Dollar hat nun vier Handelstage in Folge an Wert verloren und dabei insgesamt 2,6 Prozent eingebüßt. Die anhaltende Schwäche der US-Währung wird durch mehrere Faktoren befeuert. Besonders belastend wirken sich erneute Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Führungsposition der USA aus. Trumps jüngster Versuch, Grönland zu erwerben, verärgerte Verbündete und ließ die Sorge aufkommen, dass ausländische Investoren US-Vermögenswerte wie Staatsanleihen verkaufen könnten.
Yen gewinnt an Stärke
Auch gegenüber dem japanischen Yen musste der Dollar in den vergangenen Tagen deutliche Verluste hinnehmen. Das japanische Finanzministerium unternahm einen ungewöhnlichen Schritt, der Spekulationen auslöste, es könnte Yen kaufen, um die angeschlagene japanische Währung zu stützen. Diese Intervention verstärkte den Abwärtsdruck auf den Dollar zusätzlich.
Relative Stärke schwindet
Obwohl der Dollar nach historischen Maßstäben immer noch relativ stark ist, hat er von seinen Höchstständen nach der Pandemie deutlich nachgegeben. Damals entwickelte sich die US-Wirtschaft schneller als viele andere Volkswirtschaften. Nun erholen sich jedoch auch andere Länder, wodurch die USA wirtschaftlich etwas weniger herausragend erscheinen.
Weitere Belastungsfaktoren
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Zur AktienanalyseDevisenhändler berücksichtigen zudem weitere Entwicklungen in ihren Bewertungen. Dazu zählen die Aussicht auf einen neuen Vorsitzenden der Federal Reserve, der niedrigere Zinssätze befürworten könnte, Trumps Drohungen gegen die Unabhängigkeit der Zentralbank sowie das erhöhte Haushaltsdefizit der USA. Diese Faktoren könnten die Dollar-Schwäche in den kommenden Wochen weiter verstärken.
Für deutsche Anleger mit US-Investments bedeutet der schwächere Dollar aktuell Währungsverluste. Wer jedoch in US-Aktien oder Anleihen investieren möchte, erhält durch den günstigeren Wechselkurs einen attraktiveren Einstiegszeitpunkt.


