Dogecoin im Juli: Historische Daten sprechen gegen eine Erholung
Saisonalität, strukturelle Schwächen und fehlende Investmentthese machen Dogecoin auch im Juli zu einem riskanten Investment.

Dogecoin (DOGE) kämpft weiter gegen einen anhaltenden Abwärtstrend. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Kryptowährung rund 55% an Wert verloren – und die historischen Daten für den Juli geben wenig Anlass zur Hoffnung auf eine baldige Trendwende.
Ein Blick auf die saisonale Performance zeigt ein klares Muster: Im Juli verzeichnet Dogecoin eine mediane Rendite von minus 4,6%. In den vergangenen zwölf Julimonaten schloss der Kurs lediglich fünfmal im Plus. Damit ist der Juli zwar nicht der schwächste Monat des Jahres – dieser Titel gehört dem Juni mit einem medianen Wertverlust von 14,2% – doch auch er bietet Anlegern kaum Rückenwind.
Langfristig ist das Bild noch düsterer: Dogecoin notiert derzeit rund 90% unterhalb seines Allzeithochs vom Mai 2021. Für Anleger, die damals einstiegen, ist der Verlust damit dramatisch. Zwar gilt für Meme-Coins grundsätzlich, dass Aufmerksamkeit als wichtigster Wachstumstreiber fungiert – und Aufmerksamkeit folgt keinen saisonalen Mustern. Dennoch bleibt die Ausgangslage strukturell schwach.
Unbegrenztes Angebot als zentrales Problem
Das eigentliche Problem von Dogecoin liegt tiefer als in saisonalen Schwankungen. Anders als Bitcoin gibt es bei Dogecoin keine Obergrenze für die Gesamtmenge im Umlauf. Jährlich kommen rund 5,2 Milliarden neue DOGE hinzu, was einer jährlichen Angebotsinflation von knapp 3,4% entspricht. Um den Preis allein stabil zu halten, müssten täglich etwa 14 Millionen neue DOGE durch Käufe absorbiert werden.
Anreize für diese Käufe fehlen jedoch vollständig. Dogecoin verfügt weder über einen Burn-Mechanismus, der überschüssige Coins dauerhaft aus dem Umlauf nimmt, noch über einen Staking-Mechanismus, der Coins zeitweise vom Markt fernhält. Beide Instrumente sind bei anderen Kryptowährungen gängige Mittel, um Angebotsdruck zu reduzieren und Halter zu belohnen.
Auch die erhofften Katalysatoren für einen Kursanstieg haben sich nicht materialisiert. Ende 2025 wurden börsengehandelte Fonds (ETFs) aufgelegt, die Dogecoin abbilden. Doch der größte dieser ETFs hält lediglich rund 13,7 Millionen US-Dollar an Nettovermögen – ein vergleichsweise geringer Betrag. Die Existenz dieser Produkte konnte den Abwärtstrend des Coins bislang nicht stoppen.
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Zur AktienanalyseDie Analyse von Motley Fool fällt eindeutig aus: Anleger sollten Dogecoin weder kaufen noch halten. Wer den Coin im Portfolio hat, sollte einen Verkauf in Betracht ziehen. Unabhängig davon, ob der Juli kurzfristig ein gewisses Aufwärtspotenzial bereithält, verbessert sich das langfristige Bild nicht.
Für Anleger, die in den Kryptomarkt investieren möchten, empfiehlt sich stattdessen die Suche nach Vermögenswerten mit einer echten Investmentthese – also Projekten, die einen nachvollziehbaren Nutzen, ein begrenztes Angebot oder funktionierende wirtschaftliche Anreize bieten. Dogecoin erfüllt keines dieser Kriterien in ausreichendem Maße.

