Disneys neuer CEO Josh D'Amaro vor erster großer Bewährungsprobe
Disney-Chef Josh D'Amaro steht im Konflikt mit der Trump-Regierung – eine frühe Feuertaufe für den neuen Konzernlenker.

Disney-Chef Josh D'Amaro sieht sich kurz nach seinem Amtsantritt mit einer handfesten politischen Herausforderung konfrontiert. Die Trump-Regierung hat den Unterhaltungskonzern ins Visier genommen, und laut der Financial Times steht D'Amaro damit vor seiner ersten echten Bewährungsprobe als CEO. Wie er diesen Konflikt meistert, dürfte seinen weiteren Kurs als Unternehmenslenker maßgeblich prägen.
Hintergrund des Konflikts ist ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen der Trump-Administration und Disney – symbolisiert durch den Streit zwischen Trump und dem bekannten Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel, der eng mit dem Disney-Netzwerk ABC verbunden ist. Die FT-Journalistin Anna Nicolaou analysiert, ob D'Amaro das politische Geschick besitzt, diesen Konflikt zu navigieren, ohne den Konzern nachhaltig zu beschädigen.
Geopolitische Spannungen und Milliarden-Deals im Fokus
Parallel zu den Disney-Entwicklungen sorgen auch andere Themen für Aufmerksamkeit an den globalen Finanzmärkten. Die USA und der Iran lieferten sich Gefechte in der Straße von Hormus – einem der strategisch wichtigsten Schifffahrtswege der Welt. US-Präsident Trump kündigte an, festsitzende Schiffe aus der Straße von Hormus zu „geleiten", was die geopolitische Brisanz der Lage unterstreicht.
Die Spannungen in der Region haben direkte Auswirkungen auf die globale Ölversorgung. Ein sogenannter „Plastikschock" trifft derweil Asien, während die iranische Ölkrise die Versorgung weiter einschnürt – ein Zusammenspiel, das Rohstoffmärkte und Lieferketten weltweit unter Druck setzt.
Anthropic sichert sich Milliarden-Finanzierung von Wall-Street-Schwergewichten
Ebenfalls bemerkenswert: Das KI-Unternehmen Anthropic hat ein Joint Venture im Wert von mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar gegründet. Zu den Unterstützern zählen namhafte Wall-Street-Konzerne wie Blackstone, Hellman & Friedman und Goldman Sachs. Diese Partnerschaft unterstreicht das anhaltend starke Interesse institutioneller Investoren an Künstlicher Intelligenz – trotz oder gerade wegen des schwierigen makroökonomischen Umfelds.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger ist dieses Engagement bedeutsam: Blackstone und Goldman Sachs gehören zu den einflussreichsten Finanzinstitutionen weltweit, und ihre Beteiligung an einem KI-Joint-Venture in dieser Größenordnung signalisiert, dass der KI-Sektor weiterhin als zukunftsträchtig gilt. Anthropic gilt als einer der führenden Konkurrenten im Bereich großer Sprachmodelle.
Die genannten Themen wurden im FT News Briefing vom 5. Mai 2025 behandelt, moderiert von Marc Filippino und produziert von Katya Kumkova und Saffeya Ahmed. Die FT betont ausdrücklich, dass sie keine generative KI für die Vertonung ihrer Podcasts einsetzt – ein Hinweis, der angesichts der wachsenden Debatte über KI im Journalismus Gewicht hat.


