Disney-Sender nicht mehr über DirecTV empfangbar
Mehr als elf Millionen Nutzer verlieren Zugang kurz vor NFL-Saisonstart.

Der US-amerikanische Medienkonzern Walt Disney und der Satelliten-TV-Anbieter DirecTV haben keine Einigung über einen neuen Distributionsvertrag erzielt. Infolgedessen haben am Sonntag mehr als elf Millionen Abonnenten von DirecTV den Zugang zu Disney-eigenen Sendern verloren. Zu den betroffenen Kanälen gehören unter anderem ESPN und ABC, die zu den bekanntesten und meistgesehenen Sendern des Disney-Portfolios zählen.
Die Manager von Disney, Dana Walden, Alan Bergman und Jimmy Pitaro, gaben am Sonntag eine gemeinsame Stellungnahme ab, in der sie erklärten, dass sie keine Vereinbarung eingehen würden, die das Portfolio an Fernsehkanälen und Programmen von Disney unterbewertet. DirecTV hingegen hat versucht, sein Angebot den veränderten Konsumgewohnheiten im Streaming-Zeitalter anzupassen. Insbesondere warb das Unternehmen bei Disney für die Einführung kleinerer, preiswerterer Pakete, die auch Angebote ohne ESPN beinhalten sollten, um Kunden, die keinen Sport schauen, ein passenderes Angebot zu bieten.
Beide Unternehmen machen sich gegenseitig für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich. DirecTV wirft Disney vor, dass das Unternehmen auf Kosten der Verbraucher maximale Profite erzielen wolle. Disney hingegen betont, dass es zur Flexibilität bereit sei, solange der Wert seines Programmangebots angemessen honoriert werde. Der Verlust des Zugangs zu den Disney-Sendern erfolgt zudem in einem kritischen Moment, da nur wenige Tage später die NFL-Saison beginnt und am 10. September eine geplante Präsidentschaftsdebatte auf ABC News stattfinden soll.
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Zur AktienanalyseDas Scheitern der Verhandlungen hat somit nicht nur direkte Auswirkungen auf die betroffenen Abonnenten, sondern könnte auch Einfluss auf wichtige bevorstehende Ereignisse haben, die üblicherweise hohe Einschaltquoten verzeichnen. Die Situation bleibt angespannt, da beide Seiten bisher keine Anzeichen für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen gezeigt haben. Die betroffenen Zuschauer stehen somit vor der Herausforderung, alternative Wege zu finden, um die Programme und Veranstaltungen zu verfolgen, die sie normalerweise über DirecTV beziehen konnten. Der Ausgang dieser Auseinandersetzung könnte auch langfristige Auswirkungen auf die Beziehung zwischen Inhalteanbietern und Distributionsplattformen haben, insbesondere im zunehmend konkurrenzintensiven Markt für Streaming-Dienste.


