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Disney plant Abbau von 1.000 Stellen unter neuem CEO D'Amaro

Der Unterhaltungskonzern Disney streicht erneut Stellen – diesmal trifft es vor allem die Marketingabteilung des Unternehmens.

Disney plant Abbau von 1.000 Stellen unter neuem CEO D'Amaro

Disney (NYSE: DIS) plant in den kommenden Wochen den Abbau von bis zu 1.000 Stellen. Das berichtete das Wall Street Journal am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Entlassungen erfolgen im Rahmen einer Umstrukturierung unter dem neuen Unternehmenschef Josh D'Amaro.

Ein Großteil der geplanten Stellenstreichungen wird die Marketingabteilung des Konzerns treffen, die sich bereits im Schrumpfen befindet. Die Planungen für diese jüngste Entlassungswelle hatten laut WSJ bereits begonnen, bevor D'Amaro Anfang des Jahres zum CEO ernannt wurde. Der neue Konzernchef übernimmt damit eine Restrukturierung, die bereits vor seinem Amtsantritt in Gang gesetzt wurde.

Schwierige Lage im Streaming und an den Kinokassen

Die Entlassungen fallen in eine wirtschaftlich herausfordernde Phase für den Medien- und Unterhaltungsriesen. Disney kämpft derzeit mit schwächeren Gewinnen in seiner Streaming-Sparte sowie mit rückläufigen Einspielergebnissen an den Kinokassen. Hinzu kommt ein verschärfter Wettbewerb im Streaming-Sektor, in dem Anbieter wie Netflix, Amazon Prime Video und Apple TV+ um Marktanteile konkurrieren.

Für deutsche Anleger ist Disney vor allem als globaler Medienkonzern mit Marken wie Marvel, Pixar, Star Wars und dem hauseigenen Streaming-Dienst Disney+ bekannt. Die Aktie des Unternehmens wird an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel DIS gehandelt und wird von institutionellen wie privaten Investoren weltweit beobachtet.

Bereits über 8.000 Entlassungen seit 2022

Die aktuellen Pläne sind nicht der erste große Stellenabbau bei Disney in jüngster Zeit. Seit 2022, als der frühere CEO Bob Iger zu dem Unternehmen zurückkehrte und eine umfassende Restrukturierung einleitete, hat Disney bereits mehr als 8.000 Mitarbeiter entlassen. Die nun geplanten bis zu 1.000 weiteren Streichungen setzen diesen Kurs konsequent fort.

Bob Iger hatte nach seiner Rückkehr an die Konzernspitze begonnen, die Kostenstruktur des Unternehmens grundlegend zu überarbeiten. Ziel war es, Disney effizienter aufzustellen und die Profitabilität – insbesondere im Streaming-Bereich – zu verbessern. Mit D'Amaro als neuem CEO wird diese Strategie nun weitergeführt.

Die geplanten Entlassungen verdeutlichen, wie stark der Druck auf traditionelle Medienkonzerne in der aktuellen Marktlage ist. Steigende Produktionskosten, veränderte Sehgewohnheiten der Verbraucher und ein intensiver Wettbewerb im digitalen Unterhaltungsbereich zwingen Unternehmen wie Disney zu kontinuierlichen Anpassungen ihrer Strukturen und Geschäftsmodelle.

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