Die 20 spektakulärsten Hütten-Refugien weltweit im Überblick
Von norwegischen Baumhäusern bis zu japanischen Betonhütten: Die Financial Times präsentiert die schönsten Rückzugsorte der Welt.
Die Financial Times hat ihre Auswahl der 20 spektakulärsten Hütten-Refugien weltweit veröffentlicht – ein Reiseführer für alle, die Luxus und Natur vereinen möchten. Die Liste reicht von Devon bis Kyushu, von den norwegischen Wäldern bis zu den Catskills in New York. Was alle Refugien verbindet: einzigartiges Design, außergewöhnliche Lage und ein Erlebnis jenseits des gewöhnlichen Hotelzimmers.
Besonders auffällig ist die Bandbreite der vorgestellten Unterkünfte. Einige sind historische Raritäten, andere moderne Architekturjuwelen – doch alle versprechen eine intensive Begegnung mit der Natur. Die Preise variieren erheblich: von rund 200 US-Dollar pro Nacht bis hin zu mehreren Hundert Pfund Sterling für exklusive Suiten in Schottland oder Skandinavien.
Europa dominiert die Liste
Gleich mehrere europäische Destinationen stechen hervor. In Devon, England, begeistert „Chatan" als zweistöckiges Baumhaus innerhalb eines 120 Hektar großen Renaturierungsprojekts namens Cove Valley im Exe Valley. Entworfen von HÁM Interiors, kombiniert die holzverkleidete Hütte Ranch-Stil mit Hotelkomfort – Stoffe von Ralph Lauren, verwitterte Antiquitäten und ein Kingsize-Bett. Auf dem Stelzenbalkon wartet eine holzbeheizte Badewanne inmitten der Baumkronen.
In Portugal konzipierte João Rodrigues – bekannt für das Hotel Santa Clara 1728 in Lissabon – die „Cabanas No Rio" am Fluss Sado. Architekt Manuel Aires Mateus sollte so wenig wie möglich eingreifen. Das Ergebnis ist präzise, zurückhaltend und tief atlantisch geprägt – eine Hommage an die Stille des Alentejo.
Nahe Aix-en-Provence in Südfrankreich wartet eine besondere Rarität: ein Notunterkunft aus dem Jahr 1944, entworfen vom legendären Architekten Jean Prouvé, ergänzt durch eine Badezimmerkapsel von Richard Rogers. Das Refugium liegt auf einem Weingut mit Skulpturenpark und ist mit Meisterwerken der Moderne ausgestattet – ein Traum für Architekturliebhaber.
Skandinavien: Einsamkeit auf höchstem Niveau
Zwei Autostunden von Oslo entfernt, tief in den alten Wäldern von Finnskogen, schweben die A-Rahmen-Hütten des norwegischen Architekten Espen Surnevik in acht Metern Höhe. Ab 5.400 Norwegischen Kronen (rund 415 Pfund) bieten sie Platz für vier bis sechs Personen, mit Fußbodenheizung, Kamin und Panoramaausblick. Wer nicht selbst kochen möchte, speist im Café Søstuen 2280 am See.
Noch abgeschiedener ist die schwedische „Raven Lodge", die inmitten des Sees Navardalsjön in Nord-Dalarna treibt und nur per Boot erreichbar ist. Ab 7.500 Schwedischen Kronen (ca. 610 Pfund) erwartet Gäste ein netzunabhängiger Rückzugsort mit Holzofen, gläsernem Schlafzimmer und Dachsauna. Das Wasser des umliegenden Sees ist so rein, dass man es trinken kann – und wer möchte, engagiert einen Privatkoch.
Im Stockholmer Schärengarten, versteckt in einem 400 Hektar großen Naturschutzgebiet, scheinen 40 Quadratmeter große Holz-Glas-Hütten über dem Boden zu schweben. Die Innenräume, entworfen vom Gründer von 8 Holland Street, Tobias Vernon, sind skandinavisch-modern mit Kamin, Fußbodenheizung und Regendusche. Ab 4.500 Schwedischen Kronen (ca. 363 Pfund) ist dieses Refugium buchbar.
Abenteuer in Übersee
In Nordamerika überzeugt „Piaule" im Hudson Valley mit modernistischen, auf Stelzen errichteten Hütten zwischen den Bäumen. Panoramafenster von rund drei mal vier Metern, beheizte Steinböden und ein Wald-Spa mit Sauna, Klangbädern und Reiki-Sitzungen machen dieses Refugium zu einem ganzheitlichen Erlebnis. Ebenfalls in den USA beeindruckt „Dunton Hot Springs" in den San Juan Mountains von Colorado – ein ehemaliges Bergbaulager und Geisterstadt, heute eine täuschend rustikale Ansammlung von Blockhütten mit Antiquitäten, Bibliothek und heißen Quellen.
In Afrika lockt ein Baumhaus am Rande des Volcanoes-Nationalparks in Ruanda. Gäste können mit einem „Gorilla-Flüsterer" auf Trekkingtour gehen und Silberrücken, Elefanten und Schirrantilopen beobachten – kombiniert mit allen Annehmlichkeiten eines Luxushotels.
Das puristische Extrem verkörpert „Iroa" am Fuße des Kuju-Gebirges auf der japanischen Insel Kyushu: eine elegante Betonhütte ohne Strom, Gas oder fließendes Wasser. Ein Sherpa liefert frisches Quellwasser und Holz für den Ofen. Auf der Terrasse wartet ein traditionelles holländisches Badefass.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseSchottland und Großbritannien: Gemütlicher Minimalismus
Im schottischen Cairngorms-Nationalpark besticht „Laggan" als stattliches Stein-Cottage mit einer Holzhütte für zwei Personen. Riesige Panoramafenster geben den Blick auf einen rauschenden Bach frei. Innenarchitekt Maarten Van Meerbeeck aus Belgien schuf eine Meisterklasse in gemütlichem Minimalismus – ab 1.000 Pfund für Cottage und Hütte. Ebenfalls in Schottland expandiert „Kabn", das 2022 am Ufer von Loch Fyne startete, im September in den Cairngorms-Nationalpark. Die 60 Quadratmeter große Suite aus natürlich gefallenem schottischen Eichenholz bietet Innenbadewanne, Regendusche im Freien und Holzofen – in der Minibar wartet Kabns eigener, handverlesener Whisky.
In East Sussex, England, testen die Architekten Will Gowland und Harry Kay mit ihrer „Bather's Cabin" und „Yogi's Cabin" auf der Great Park Farm neue Maßstäbe in umweltbewusstem Design. Die „Bather's Cabin" besticht durch eine Dachsauna und ein Eisbad, die „Yogi's Cabin" öffnet sich zu einem natürlichen, quellengespeisten Schwimmteich. Beide sind ab Mai bezugsfertig.
Die vollständige Liste der FT zeigt eindrucksvoll: Das weltweite Angebot an außergewöhnlichen Hütten-Refugien wächst stetig – und die Nachfrage nach naturnahem Luxusreisen boomt wie nie zuvor.


