Diamantenabbau in Indien wieder aufgenommen
NMDC gewinnt Edelsteine nahe Tigerreservat nach jahrelanger Unterbrechung

Indiens staatlicher Bergbaukonzern NMDC plant in diesem Finanzjahr die Gewinnung von 6.500 Karat Diamanten im Wert von 3,4 Millionen US-Dollar aus einer Mine in der Nähe eines Tigerreservats. Dies wurde möglich, nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr die erforderlichen Genehmigungen für den Abbau erhalten hatte. Die Arbeiten hatten zuvor für über drei Jahre geruht, da die Mine in unmittelbarer Nähe des Panna-Tigerreservats im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh liegt und daher Umweltauflagen unterlag.
Das Unternehmen sah sich mit Verzögerungen bei der Erteilung von Umweltgenehmigungen konfrontiert, bevor der Oberste Gerichtshof Indiens den Abbau unter bestimmten Auflagen gestattete. Diese Entscheidung ermöglichte NMDC die Wiederaufnahme der Arbeiten in der Mine. Bisher wurden keine neuen Abbaurunden begonnen. Der Fokus liegt derzeit auf der Verarbeitung und Gewinnung von Diamanten aus bereits vorhandenen Erzbeständen.
Nach Angaben des Unternehmens soll die eigentliche Erzgewinnung innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate starten. Bis dahin erfolgt die Diamantenverarbeitung durch das Einspeisen alter Erzvorräte. Seit der Wiederaufnahme der Arbeiten konnte NMDC bereits Diamanten im Umfang von 3.700 Karat im Wert von 1,93 Millionen US-Dollar aus dem Erz gewinnen.
Die Panna-Mine erstreckt sich über eine Fläche von 275,96 Hektar und wurde in den frühen 1970er Jahren in Betrieb genommen. Sie ist die einzige mechanisierte Diamantenmine Indiens. Der Bundesstaat Madhya Pradesh gehört zu den bedeutendsten Diamantenabbaugebieten Asiens.
Während NMDC den Abbau in der Panna-Mine fortsetzt, sind andere Projekte in der Region weniger erfolgreich verlaufen. Internationale und nationale Bergbauunternehmen versuchten, Diamanten in der Bunder-Region nahe dem Panna-Reservat zu gewinnen, hatten jedoch wenig Erfolg. Der anglo-australische Bergbaugigant Rio Tinto investierte etwa 90 Millionen US-Dollar über einen Zeitraum von 14 Jahren in das Bunder-Projekt, bevor das Unternehmen sich in den Jahren 2016 und 2017 zurückzog.
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Zur AktienanalyseSeit dem Ausstieg von Rio Tinto hat kein weiteres Unternehmen mit dem Abbau am Bunder-Standort begonnen. Hauptgrund für die Zurückhaltung sind Umweltbedenken, da sich die Lagerstätte in einem bewaldeten Gebiet befindet, das Heimat von Tigern und anderen Wildtieren ist.


