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DHL plant umfangreiche Wachstumsstrategie bis 2030

Neue Schwerpunkte in Gesundheit, Digitalisierung und internationalen Märkten sollen Umsatzeinbrüche stoppen

DHL plant umfangreiche Wachstumsstrategie bis 2030

DHL, der Bonner DAX-Konzern, reagiert auf den anhaltenden Umsatzrückgang der letzten anderthalb Jahre mit einer neuen Wachstumsstrategie. Der Konzern plant, bis 2030 um 50 Prozent zu wachsen, wie Vorstandschef Tobias Meyer ankündigte. Dieser erklärte, dass gezielte Wachstumsinitiativen in verschiedenen Geschäftsbereichen umgesetzt werden sollen, darunter die Brief- und Paketzustellung, das internationale E-Commerce-Geschäft, der Express-Versand sowie Fracht- und Lagereidienstleistungen. Mit dieser „Strategie 2030“ will DHL dem Erlöseinbruch entgegenwirken, der 2023 einen Rückgang von 13,4 Prozent und im ersten Halbjahr 2024 einen weiteren Rückgang von 0,3 Prozent verzeichnete.

Ein Schwerpunkt der neuen Strategie liegt auf dem Ausbau des Geschäfts in der Gesundheitsbranche, die derzeit weltweit um zehn Prozent jährlich wächst. DHL will diesen Anstieg bis 2030 übertreffen. Auch die Erweiterung des Bereichs „Neue Energien“ steht im Fokus. Durch Angebote in der Batterielogistik, den Transport von E-Fahrzeugen sowie Dienstleistungen in der Wind- und Solarlogistik sollen jährlich drei Milliarden Euro zusätzlich erwirtschaftet werden. Weltweit wächst dieser Markt aktuell um 15 Prozent jährlich.

Darüber hinaus plant DHL, sich auf Wachstumsregionen wie Indien, Südostasien, den Nahen Osten und Mexiko zu konzentrieren, insbesondere im grenzüberschreitenden E-Commerce. Zukäufe in diesen Regionen seien ebenfalls denkbar, um die Marktposition zu stärken. Ein weiterer zentraler Punkt der Strategie ist die Digitalisierung. DHL will bis 2025 zwei Milliarden Euro in digitale Technologien investieren, um den Kunden verbesserte IT-Schnittstellen und effizientere Lösungen anzubieten.

Die Aktie des Konzerns zeigt jedoch wenig Freude bei den Anlegern. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund ein Viertel an Wert verloren. Der verhaltene Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr trägt zur Unsicherheit bei. Meyer prognostiziert ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwischen 6,0 und 6,6 Milliarden Euro, was eine Unterschreitung des Vorjahresergebnisses von 6,3 Milliarden Euro bedeuten könnte. Besonders die Expressdivision sowie das Fracht- und Speditionsgeschäft haben zuletzt erhebliche Umsatzeinbußen verzeichnet.

DHL setzt nun auf Sparmaßnahmen, unter anderem durch die Reduzierung von Geschäftsreisen und die Nichtbesetzung offener Stellen.

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