Devisenoptionen: Wichtige Verfallstermine am Mittwoch im Überblick
Am Mittwoch um 10:00 Uhr ET verfallen laut DTCC-Daten bedeutende Devisenoptionskontrakte in mehreren wichtigen Währungspaaren.

Am Mittwoch um 10:00 Uhr ET (New Yorker Zeit) laufen laut Daten der DTCC mehrere bedeutende Devisenoptionskontrakte aus. Der sogenannte „New Yorker Cut" ist ein täglich wiederkehrender Fixingzeitpunkt, an dem Devisenoptionen standardmäßig verfallen und der häufig kurzfristige Kursbewegungen in den betroffenen Währungspaaren auslösen kann. Für Devisenhändler und Privatanleger mit Währungsengagements sind diese Verfallsniveaus daher von besonderer Bedeutung.
Den größten Einzelverfall verzeichnet das Währungspaar USD/CAD: Optionen im Nominalwert von 328 Millionen US-Dollar laufen auf dem Niveau von 1,3805 aus. Da der aktuelle Kassakurs bei 1,3834 notiert, liegt dieser Strike knapp unterhalb des Marktpreises. Weitere 128 Millionen US-Dollar verfallen beim deutlich höheren Niveau von 1,4095.
EUR/USD und AUD/USD im Fokus
Besonders marktnah sind die Verfälle beim wichtigsten Währungspaar EUR/USD. Hier laufen Optionen im Wert von 868 Millionen Euro beim Strike von 1,1650 aus – der aktuelle Kassakurs liegt mit 1,1645 nur knapp darunter. Zusätzlich verfallen weitere 138 Millionen Euro beim Niveau von 1,1640. Die enge Nähe zwischen Verfallsniveaus und aktuellem Kassakurs macht dieses Paar besonders interessant für kurzfristig orientierte Marktteilnehmer.
Beim australischen Dollar (AUD/USD) verfallen Optionen im Gesamtwert von 382 Millionen AUD beim Strike 0,7150, während der Kassakurs aktuell bei 0,7136 steht. Weitere 101 Millionen AUD laufen beim tieferen Niveau von 0,7125 aus.
Bei USD/JPY verfallen 196 Millionen US-Dollar beim Niveau 159,50 sowie 140 Millionen US-Dollar bei 159,10. Das Paar notiert derzeit bei 159,39 – damit liegt der Kassakurs zwischen den beiden Verfallsniveaus, was auf eine erhöhte Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer in diesem Bereich hindeutet.
Britisches Pfund und weitere Währungspaare
Im Währungspaar GBP/USD laufen 120 Millionen Pfund Sterling beim Strike 1,3430 sowie weitere 90 Millionen Pfund bei 1,3450 aus. Der aktuelle Kassakurs von 1,3447 liegt damit unmittelbar zwischen beiden Verfallsniveaus – eine Konstellation, die erfahrungsgemäß zu erhöhter Volatilität rund um den Cut führen kann.
Beim Schweizer Franken (USD/CHF) verfallen 76 Millionen US-Dollar beim Niveau 0,7850, was exakt dem aktuellen Kassakurs entspricht. Weitere 10 Millionen US-Dollar laufen bei 0,7828 aus. Beim neuseeländischen Dollar (NZD/USD) verfallen 80 Millionen NZD beim Strike 0,5890, während das Paar bei 0,5900 notiert.
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Zur AktienanalyseZu den kleineren Verfällen zählen Positionen in den skandinavischen Währungen: Bei USD/NOK laufen 60 Millionen US-Dollar bei 9,2600 und 35 Millionen US-Dollar bei 9,3000 aus. Bei USD/SEK verfallen jeweils 60 Millionen US-Dollar bei den Niveaus 9,1800 und 9,2625.
Hintergrund: Was sind Devisenoptionsverfälle?
Devisenoptionen geben dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht, ein Währungspaar zu einem festgelegten Kurs (Strike) zu kaufen oder zu verkaufen. Wenn große Optionsvolumina nahe am aktuellen Kassakurs verfallen, neigen Market Maker dazu, den Kurs in Richtung dieser Strikes zu „ziehen" – ein Phänomen, das als „Pinning" bekannt ist. Umgekehrt kann es nach dem Verfall zu abrupten Kursbewegungen kommen, wenn diese magnetische Wirkung wegfällt. Für deutsche Privatanleger mit Positionen in den genannten Währungspaaren lohnt es sich daher, die Verfallsniveaus im Blick zu behalten.


