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Devisenmärkte in Wartestellung: Yen, Dollar und Iran-Deal

Währungen bewegen sich kaum – Händler warten auf US-Jobdaten und beobachten nervös mögliches Iran-Abkommen zur Straße von Hormus.

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Devisenmärkte in Wartestellung: Yen, Dollar und Iran-Deal

Die Devisenmärkte zeigten sich am Donnerstag weitgehend orientierungslos. Der japanische Yen gab einen Teil seiner interventionsbedingten Gewinne wieder ab, während der US-Dollar nahe seinem Sechswochentief verharrte. Zwei Faktoren dominierten die Stimmung der Händler: ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran sowie die Nervosität vor den bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten.

Der Yen notierte unverändert bei 157,75 je Dollar, nachdem er an zwei aufeinanderfolgenden Handelstagen leichte Verluste verzeichnet hatte. Damit hat die japanische Währung einen Teil der durch Interventionen erzielten Gewinne wieder eingebüßt. Am Montag hatte sie noch bei 155,20 je Dollar gestanden – bleibt aber deutlich über dem Mehrjahrestief von rund 164 je Dollar.

Stabiler Euro, schwächere Antipoden-Währungen

Der Euro hielt sich stabil bei 1,1548 Dollar, das Britische Pfund notierte unverändert bei 1,3456 Dollar. Schwächer zeigten sich hingegen die Währungen aus dem Pazifikraum: Der Neuseeland-Dollar verlor 0,2 Prozent auf 0,5875 Dollar, der Australische Dollar ebenfalls 0,2 Prozent auf 0,7043 Dollar.

Der Dollar-Index, der den Greenback gegenüber sechs wichtigen Handelspartnern misst, zeigte sich mit 99,70 kaum verändert. Die US-Währung sucht weiterhin nach einer klaren Richtung, nachdem sie am Montag ein Sechswochentief markiert hatte.

Iran-Deal und Straße von Hormus im Fokus

Besondere Aufmerksamkeit gilt einem von Reuters gemeldeten Vorschlag: Ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und dem Oman könnte zur Beilegung des Konflikts zwischen Washington und Teheran beitragen. Dem Bericht zufolge würde das Abkommen dem Iran die Kontrolle über den einlaufenden Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus einräumen – eine der weltweit wichtigsten Handelsrouten für Energielieferungen.

Präsident Donald Trump erklärte, eine Einigung zur Wiedereröffnung der Meerenge stehe unmittelbar bevor. US-Beamte betonten jedoch wiederholt, sie würden einer iranischen Kontrolle über den Zugang zur Straße niemals zustimmen. Aus Washington gab es zunächst keinen offiziellen Kommentar zu dem konkreten Vorschlag.

Die Futures für die Rohölsorte Brent fielen um 0,3 Prozent auf 79,25 Dollar pro Barrel und bewegten sich damit nahe dem Niveau, das zuletzt beim Abschluss eines vorläufigen Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran im Juni verzeichnet wurde.

„Der Markt befindet sich in einer Art Abwartehaltung", sagte Ray Attrill, Leiter der Devisenstrategie bei der National Australia Bank, in einem Podcast. „Wir sehen derzeit nicht die Volatilität am Ölmarkt, die in den letzten Tagen und Wochen der Haupttreiber für die meisten Märkte war", fügte er hinzu. Attrill betonte, dass die Märkte abwarteten, ob überhaupt ein Abkommen zustande komme.

US-Arbeitsmarktdaten als nächster Kurstreiber

Neben der geopolitischen Lage richten Anleger ihren Blick auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Diese könnten weitere Hinweise auf den künftigen Zinskurs der US-Notenbank Federal Reserve liefern. Zuvor hatten Daten gezeigt, dass der Dienstleistungssektor der USA im Juli robust geblieben war, während sich das Beschäftigungswachstum in diesem Sektor verlangsamte.

Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung am Devisenmarkt besonders relevant: Ein schwächerer Dollar verbilligt US-Importe und beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Exporteure. Zugleich bleibt die Lage rund um die Straße von Hormus ein zentrales Risiko für die globalen Energiepreise – und damit auch für die Inflationsentwicklung in der Eurozone.

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