Deutz verschärft Sparkurs und plant Umstrukturierungen
Ziel: Einsparungen von 50 Millionen Euro bis 2026

Der Motorenhersteller Deutz hat beschlossen, seinen Sparkurs zu verschärfen, nachdem eine Gewinnwarnung veröffentlicht wurde. Im Rahmen eines Kapitalmarkttags in Köln gab das Unternehmen bekannt, dass bis Ende 2026 insgesamt 50 Millionen Euro eingespart werden sollen. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf einen konjunkturell bedingten Rückgang der Nachfrage, den Deutz derzeit spürt. Vorstandschef Sebastian Schulte erklärte, dass das Unternehmen seine Ergebnisse und die Profitabilität deutlich steigern wolle.
Vor kurzem hatte Deutz die Absatz- und Auftragseingänge für das dritte Quartal nach unten korrigiert. Statt der erwarteten 160.000 Motoren rechnet das Unternehmen nun für dieses Jahr mit einem Absatz von weniger als 150.000 Einheiten. Im vergangenen Jahr verkaufte Deutz mehr als 180.000 Motoren. Diese Anpassungen gehen einher mit einer Prognose für einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro und einer Ebit-Marge von vier bis fünf Prozent vor Sondereffekten.
Um den Herausforderungen zu begegnen, hat der Vorstand verschiedene Maßnahmen umgesetzt, darunter eine Verschärfung der Kurzarbeit und eine Flexibilisierung der Produktionsprozesse. Diese Strategien sollen im vierten Quartal Kosten in Höhe von zehn bis 15 Millionen Euro einsparen. Die Einsparungen von insgesamt 50 Millionen Euro bis 2026 betreffen insbesondere die Bereiche Forschung und Entwicklung, was auch mit Stellenabbau verbunden sein wird. In diesem Geschäftsjahr werden rund 350 Arbeitsplätze abgebaut, hauptsächlich unter befristet Beschäftigten.
Des Weiteren plant Deutz, die Kurbelgehäusefertigung in Köln-Kalk bis Ende 2026 zu schließen. Dort sind etwa 100 Mitarbeitende beschäftigt, denen alternative Stellen an anderen Standorten angeboten werden. Zusätzlich sollen 60 Ingenieurstellen im kommenden Jahr wegfallen. Der Personalabbau erfolgt auch im Rahmen einer Anpassung an demografische Gegebenheiten, während das Unternehmen insgesamt rund 5.000 Mitarbeiter beschäftigt.
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Zur AktienanalyseTrotz der angespannten wirtschaftlichen Lage konnte Deutz aufgrund vergangener Effizienzmaßnahmen im Geschäftsjahr 2023 profitabel bleiben. Der Konzern verfolgt ambitionierte Wachstumsziele und strebt an, bis 2030 einen Umsatz von vier Milliarden Euro zu erreichen. Das Unternehmen investiert jährlich etwa 30 Millionen Euro in neue Technologien, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem margenstarken Service-Geschäft, das bis 2030 einen Umsatz von einer Milliarde Euro erzielen soll.


