Deutschlands Tourismus bricht Rekorde trotz schwacher Konjunktur
Trotz wirtschaftlicher Flaute verzeichnet der deutsche Tourismus weiter steigende Übernachtungszahlen – mit einem neuen Allzeithoch.

Der Tourismus in Deutschland zeigt sich konjunkturresistent. Im Januar 2026 registrierten die deutschen Beherbergungsbetriebe insgesamt 25,5 Millionen Übernachtungen – ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das geht aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor.
Der Anstieg speist sich aus beiden Gästesegmenten. Inländische Reisende legten mit 21,2 Millionen Übernachtungen um 1,3 Prozent zu. Ausländische Gäste buchten 4,3 Millionen Übernachtungen – ein Zuwachs von 1,0 Prozent. Deutschland bleibt damit als Reiseziel sowohl für Einheimische als auch für internationale Besucher attraktiv.
Rekordjahr 2025 setzt neue Maßstäbe
Bereits das Gesamtjahr 2025 markierte einen historischen Höchststand. Mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen übertraf Deutschland das bisherige Rekordjahr 2024 um 0,3 Prozent. Der Sektor wächst damit kontinuierlich – trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds mit schwacher Binnennachfrage und gedämpftem Konsumklima.
Besonders stark zeigte sich das Jahresende: Im Dezember 2025 wurden 32,0 Millionen Übernachtungen gezählt – ein Anstieg von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und gleichzeitig der höchste jemals in einem Dezember gemessene Wert. Das Weihnachts- und Winterreisegeschäft erweist sich damit als stabiler Wachstumstreiber.
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Zur AktienanalyseRelevanz für Anleger im Tourismussektor
Für Privatanleger, die in tourismusnahe Aktien investieren, liefern diese Zahlen ein positives Signal. Hotelketten, Reiseplattformen und Infrastrukturanbieter profitieren von anhaltend hoher Nachfrage. Europäische Tourismuswerte wie TUI, Accor oder Booking Holdings könnten von der robusten Reisenachfrage weiterhin profitieren. Die Destatis-Daten unterstreichen, dass der Sektor auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine gewisse Widerstandsfähigkeit beweist.

