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Deutschland zwischen Handelskrieg, Streiks und gemischten Unternehmensbilanzen

Geopolitische Spannungen, Verdi-Warnstreiks im ÖPNV und volatile DAX-Bewegungen prägen Deutschlands Wirtschaftslage.

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Deutschland zwischen Handelskrieg, Streiks und gemischten Unternehmensbilanzen

Die deutsche Wirtschaft steht am 25. Februar 2026 unter erheblichem Druck. Eskalierender Handelsstreit mit den USA, massive Arbeitskampfmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr und widersprüchliche Unternehmensergebnisse sorgen für Unsicherheit an den Märkten. Der DAX fiel zeitweise unter die Marke von 25.000 Punkten.

Auslöser der Marktturbulenzen ist die US-Handelspolitik unter Präsident Trump. Nachdem der Supreme Court Trumps frühere Gegenseitigkeitszölle gekippt hatte, verhängte Trump rasch neue temporäre Abgaben auf Basis des Trade Act von 1974. Zunächst als universelle 10-Prozent-Abgabe angekündigt, wurde der Satz am Wochenende offenbar auf 15 Prozent erhöht – am Dienstagmorgen galt jedoch noch der ursprüngliche Satz von 10 Prozent.

Die EU reagiert mit Entschlossenheit: Ein führender Handelspolitiker des Europaparlaments erklärte, die USA hätten das Handelsabkommen mit der EU gebrochen. Das Parlament setzte die Ratifizierung des US-EU-Handelsdeals aus. Brüssel prüft den Einsatz des Anti-Coercion Instrument (ACI), doch Deutschland zögert – aus Angst vor Einschränkungen beim Marktzugang.

Merz wirbt in Peking um neue Partnerschaft

Bundeskanzler Friedrich Merz reist unterdessen mit einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation nach China. An seiner Seite: die Vorstandschefs von Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz. Ziel ist eine Neuausrichtung der bilateralen Beziehungen und die Adressierung des massiven Handelsdefizits, das 2025 fast 90 Milliarden Euro erreichte. Deutsche Industrieverbände fordern von Merz, China auf Überkapazitäten, Wettbewerbsverzerrungen und Exportkontrollen bei strategischen Rohstoffen anzusprechen.

Die Automobilbranche leidet besonders. Im Januar sanken die Neuzulassungen in Europa um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland brach die Nachfrage nach Benzinern sogar um 30 Prozent ein. Chinesische Elektrofahrzeughersteller profitieren: BYD legte in Europa um 165 Prozent zu, während Volkswagen und BMW Rückgänge verzeichneten. Auch Tesla verlor in Europa 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Verdi ruft zu 48-stündigen Warnstreiks auf

Im Inland droht ab Freitagmorgen massive Störung des öffentlichen Nahverkehrs. Die Gewerkschaft Verdi hat bundesweite Warnstreiks im ÖPNV ausgerufen, die in manchen Regionen bis zu 48 Stunden andauern und bis in den Sonntag reichen können. Verdi fordert kürzere Arbeitszeiten, bessere Schichtregelungen sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Niedersachsen ist aufgrund einer bestehenden Friedenspflicht bis Ende März ausgenommen.

Bei den Unternehmensergebnissen zeigt sich ein gemischtes Bild. Fresenius Medical Care (FMC) verlor im europäischen Mittagshandel 5,9 Prozent und damit alle Gewinne seit Jahresbeginn. Der Konzern enttäuschte mit einem konservativen Ausblick: stagnierende Umsätze und bereinigtes Ergebnis auf Vorjahresniveau – Analysten hatten 4,3 Prozent Umsatzwachstum erwartet.

Glänzend entwickelt sich dagegen der Rüstungssektor. Rheinmetall hat seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 rund 1.690 Prozent zugelegt – befeuert durch Deutschlands 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen „Zeitenwende

FinanzenMarktbericht

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