ANZEIGE

Deutschland verzeichnet Rekorderlöse im Emissionshandel

Erfolgreicher Klimaschutz: Warum Unternehmen den Nachholbedarf deckten und CO2-Preise steigen

•• 3 Min
Deutschland verzeichnet Rekorderlöse im Emissionshandel

Deutschland kann auf ein weiteres erfolgreiches Jahr im Emissionshandel zurückblicken. Im vergangenen Jahr erzielte der deutsche Staat erneut einen Rekorderlös aus dem Verkauf von Treibhausgas-Verschmutzungsrechten. Die Einnahmen beliefen sich auf beeindruckende mehr als 18 Milliarden Euro, wobei der Verkauf von CO2-Zertifikaten allein rund 18,4 Milliarden Euro einbrachte. Diese Rekorderlöse stellten eine Steigerung von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar und wurden heute von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) in Berlin bekanntgegeben. Die DEHSt, eine Einrichtung beim Umweltbundesamt, ist für die Überwachung und Verwaltung des Emissionshandels in Deutschland verantwortlich.

Die Einnahmen resultierten größtenteils aus dem nationalen Emissionshandelssystem für Wärme und Verkehr, in dem deutlich mehr Zertifikate verkauft wurden als im Jahr 2022. Dadurch stiegen die Erlöse aus diesem Bereich um beeindruckende 67 Prozent auf insgesamt 10,7 Milliarden Euro. Auch die Einnahmen aus dem europäischen Emissionshandel verzeichneten eine beachtliche Steigerung von zwölf Prozent und erreichten 7,7 Milliarden Euro. Sämtliche Einnahmen fließen direkt in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), der zur Finanzierung von Energiewende- und Klimaschutz-Maßnahmen der Bundesregierung dient. Hierzu gehören Projekte wie die energetische Gebäudesanierung, die Dekarbonisierung der Industrie, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität und zum Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Überraschenderweise geht der Rückgang des CO2-Ausstoßes in Deutschland nicht auf eine Reduzierung von Emissionen im Verkehrs- und Gebäudebereich zurück, wie ursprünglich vermutet wurde. Vorläufigen Schätzungen zufolge sanken die Emissionen im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022. Der Hauptgrund für den Anstieg der verkauften Zertifikate liegt vielmehr im großen Nachholbedarf von Unternehmen, die nach der politischen Entscheidung, den CO2-Preis im vergangenen Jahr nicht zu erhöhen, den Kauf ihrer Zertifikate auf das Jahr 2023 verschoben haben. In den Jahren 2022 und 2023 lag der Festpreis für Zertifikate konstant bei 30 Euro je Stück.

Dirk Messner, der Präsident des Umweltbundesamtes, betonte die Bedeutung der CO2-Bepreisung über den Emissionshandel als entscheidenden Hebel zur Erreichung der gesetzlichen Klimaziele. Bereits über 85 Prozent der Emissionen in Deutschland werden vom Emissionshandel erfasst, was einen bedeutenden Impuls für den klimafreundlichen Umbau der Gesellschaft darstellt. Messner forderte außerdem eine schnelle Einführung des von der Koalition geplanten Klimageldes, um auch bei steigenden CO2-Preisen eine Entlastung für private Haushalte sicherzustellen.

Der Emissionshandel und die damit verbundene Bepreisung von Kohlendioxid sollen dazu beitragen, Anreize für Wirtschaft und Verbraucher zu schaffen, weniger fossile Brennstoffe zu nutzen. Große Industrieanlagen, Kraftwerke und der innerhalb Europas stattfindende Luftverkehr sind verpflichtet, entsprechende Verschmutzungsrechte abzugeben. Diese Rechte können sie unter anderem bei Versteigerungen an der Energiebörse in Leipzig erwerben. Jährlich wird die verfügbare Menge dieser Berechtigungen reduziert, um die Emissionen stufenweise stärker zu begrenzen.

Die Preise für europäische Zertifikate sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während ein Zertifikat im Jahr 2020 im Durchschnitt knapp 25 Euro pro Tonne CO2 kostete, stiegen die Kosten 2023 auf durchschnittlich 83,66 Euro. Der Höchstpreis für Zertifikate erreichte im vergangenen Jahr sogar 101,25 Euro. Im Jahr 2021 wurde zusätzlich zum europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) ein nationales Emissionshandelssystem (nEHS) eingeführt, das darauf abzielt, den CO2-Ausstoß im Bereich Wärme und Verkehr zu reduzieren. Ursprünglich umfasste das nEHS nur Hauptbrennstoffe wie Benzin, Diesel und Heizöl, doch ab 2023 wurden auch andere fossile Brennstoffe, einschließlich Kohle, in das System integriert. Ab 2024 wird die Abgabe auch auf die Verbrennung von Abfällen ausgeweitet, was zu höheren Kosten für Gaslieferanten und Unternehmen der Mineralölindustrie führen wird, die diese an die Verbraucher weitergeben müssen. Ab 2024 werden die nationalen Zertifikate 45 Euro pro Tonne CO2 kosten, und dieser Preis wird 2025 auf 55 Euro steigen.

CO2DeutschlandHandel

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.