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Deutschland sichert langfristige Gaslieferungen aus Norwegen

Ein Meilenstein für die Energieversorgung - Partnerschaft zwischen Sefe und Equinor stärkt Wasserstoffzukunft

Deutschland sichert langfristige Gaslieferungen aus Norwegen

In einer bedeutenden Entwicklung für die Energieversorgung Deutschlands wurde bekannt gegeben, dass der deutsche Energiekonzern Sefe und das norwegische Unternehmen Equinor einen langfristigen Gasliefervertrag abgeschlossen haben. Diese Vereinbarung sieht vor, dass Equinor ab 2024 bis 2034 jährlich rund zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Deutschland liefern wird. Diese Menge entspricht einem Drittel des gesamten Gasbedarfs der deutschen Industrie. Zusätzlich besteht eine Option für weitere fünf Jahre, die das Gesamtvolumen auf rund 29 Milliarden Kubikmeter erhöhen könnte.

Equinor, eines der größten Öl- und Gasförderunternehmen in Europa, gehört zu zwei Dritteln dem norwegischen Staat. Auf der anderen Seite ist Sefe die ehemalige Deutschlandtochter des russischen Gazprom-Konzerns, die nach dem russischen Angriff auf die Ukraine zunächst unter treuhänderische Verwaltung gestellt und dann verstaatlicht wurde. Diese Vereinbarung zwischen Sefe und Equinor stellt einen wichtigen Schritt zur Energieversorgungssicherheit Deutschlands und Europas dar. Laut aktuellen Marktpreisen hat der Vertrag ein Volumen von etwa 50 Milliarden Euro.

Neben den Erdgaslieferungen haben die beiden Unternehmen auch eine nicht bindende Absichtserklärung unterzeichnet. Gemäß dieser Absichtserklärung wird Sefe ab 2029 ein langfristiger Abnehmer von Wasserstofflieferungen von Equinor sein. Zu Beginn sollen fünf Terawattstunden pro Jahr geliefert werden, und dieser Betrag soll schrittweise bis 2060 auf bis zu 40 Terawattstunden pro Jahr erhöht werden.

Sefe, mit Hauptsitz in Berlin und rund 1.500 Mitarbeitern, zählt neben Uniper und der EnBW-Tochter VNG zu den bedeutendsten Gaskonzernen in Deutschland. Ihre Kunden umfassen Industrieunternehmen und Stadtwerke. Die Geschäftsaktivitäten von Sefe umfassen die Beschaffung, den Handel, die Speicherung und den Vertrieb von Erdgas.

Die Unterzeichnung dieses Vertrags kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland seine Gasversorgung weiter diversifiziert und stärkt, um möglichen Engpässen vorzubeugen. Noch vor einem Jahr gab es in Deutschland große Sorgen über die Abhängigkeit von russischem Gas und die Möglichkeit eines Lieferstopps. Dank verstärkter Gaslieferungen aus verschiedenen Ländern, darunter die Niederlande, Belgien und nun Norwegen, sowie dem Bau von schwimmenden Flüssigerdgas-Terminals (LNG) konnte Deutschland Engpässe in der Gasversorgung vermeiden. Die deutschen Gasspeicher sind derzeit zu 96 Prozent gefüllt, ein überdurchschnittlicher Stand und ein gutes Zeichen für die Energieversorgungssicherheit in den kommenden Wintermonaten.

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