Deutschland plant Energieeinsparung um 26,5% bis 2030
Deutschland plant drastische Einsparungen bis 2030, um Energieversorgung zu sichern und Klimaneutralität zu erreichen

Die deutsche Regierung plant, den privaten und öffentlichen Sektor bis 2030 dazu zu verpflichten, den Energieverbrauch um 26,5% im Vergleich zu 2008 zu senken, wie ein von Reuters eingesehener Gesetzentwurf zeigt. Der Schritt wird von Bedenken getrieben, dass weiterhin niedrige russische Gaslieferungen zu Engpässen führen könnten. Bereits im vergangenen Jahr hat die Regierung Maßnahmen zur Energieeinsparung ergriffen, wie zum Beispiel das Verbot von Heizungen für private Schwimmbäder und die Förderung von Heimarbeit. Mit Erfolg: Im vergangenen Winter gelang es Deutschen, Energie zu sparen, und sie folgten der Regierungskampagne, um den Energieverbrauch um 20% zu senken.
Allerdings zeigte sich, dass zwischen 2008 und 2020 die Energieeinsparungen des Landes bei weniger als 6% lagen. Um das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft bis 2045 zu erreichen, muss die Bundesregierung jedes Jahr etwa 45 Terawattstunden (TWh) einsparen, während die Bundesländer zusammen 5 TWh einsparen müssen. Unternehmen, die eine bestimmte Menge an Energie verbrauchen, müssen "Energiemanagementsysteme" einführen, um den Verbrauch langfristig zu planen.
Der neue Gesetzentwurf soll diesen Monat im deutschen Kabinett verabschiedet werden und noch höhere Einsparungen für den öffentlichen und privaten Sektor verpflichtend machen. Der Entwurf setzt auch unverbindliche Reduktionsziele von 39% bis 2040 und 45% bis 2045. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie die Umsetzung des Gesetzes konkret aussehen wird.
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Zur AktienanalyseDie Deutsche Umwelthilfe begrüßt den Gesetzentwurf als einen Schritt in die richtige Richtung, fordert jedoch weitere Maßnahmen, um die Klimaziele zu erreichen. Laut der Umweltorganisation müssten auch Verbraucher stärker einbezogen werden, um den Energieverbrauch zu senken. Zudem müsse der Ausbau erneuerbarer Energien weiter vorangetrieben werden, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten. Einige Wirtschaftsverbände haben hingegen Bedenken geäußert, dass die Einsparungen zu kostspielig und schwer umzusetzen seien.

