Deutschland debattiert: Mindestlohn auf 15 Euro?
Politische Entscheidungsträger und Wirtschaftsexperten stehen vor wichtigen Weichenstellungen

Ver.di-Chef Frank Werneke und die Grünen im Bundestag haben sich kürzlich dem Ruf nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 15 Euro angeschlossen. Diese Entscheidung basiert auf einer neuen EU-Richtlinie, die eine Erhöhung des Mindestlohns empfiehlt. Werneke betonte, dass es für politische Parteien wichtig sei, im Bundestagswahlkampf klar zu machen, dass sie sich für einen Mindestlohn von 15 Euro pro Stunde einsetzen.
Die EU-Richtlinie legt fest, dass der Mindestlohn 60 Prozent des Median-Einkommens betragen soll, was derzeit etwas über 14 Euro entspricht. Werneke prognostizierte, dass aufgrund des weiteren Anstiegs der durchschnittlichen Löhne im Jahr 2026 ein Mindestlohn von 15 Euro pro Stunde erforderlich sein wird.
Die Kommission zur Festsetzung des Mindestlohns hat beschlossen, dass der Mindestlohn im Januar 2025 von derzeit 12,41 Euro auf 12,82 Euro steigen soll. Auch die Grünen unterstützen diese Erhöhung und betonen die Notwendigkeit eines Mindestlohns, der es Vollzeitbeschäftigten ermöglicht, angemessen zu leben. Sie schlagen vor, dass die Untergrenze für den Mindestlohn gemäß der EU-Richtlinie bei 60 Prozent des Medianlohns liegen sollte. Dies würde bedeuten, dass im Jahr 2024 ein Mindestlohn von über 14 Euro und im Jahr 2025 knapp 15 Euro erforderlich wäre. Vorher hatten bereits die SPD und die Linkspartei eine Erhöhung des Mindestlohns gefordert.
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Zur AktienanalyseTrotz des Rückgangs des Niedriglohnsektors in Deutschland in den letzten zehn Jahren erhalten immer noch 6,4 Millionen Beschäftigte weniger als 13 Euro pro Stunde, wobei eine Million von ihnen in Ostdeutschland leben. Die Linkspartei fordert ebenfalls eine Erhöhung des Mindestlohns von derzeit 12,41 Euro auf 15 Euro. Die Diskussion um den Mindestlohn bleibt also ein aktuelles Thema in der deutschen Politik und Gesellschaft.


