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Deutschland arbeitet an der Legalisierung von Cannabis, sagt der Gesundheitsminister

Auch die Europäische Union hinkt bei der Legalisierung hinterher

Deutschland arbeitet an der Legalisierung von Cannabis, sagt der Gesundheitsminister

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich zu den Plänen geäußert, Cannabis in naher Zukunft zu legalisieren. Damit hätte das Land die liberalste Gesetzgebung für Cannabis in der Europäischen Union.

In den letzten Jahren ist Cannabis in immer mehr Ländern legal geworden. In den Vereinigten Staaten zum Beispiel wird der Umsatz in diesem Jahrzehnt auf 50 Milliarden Dollar geschätzt. Vor einem Jahr erreichte der weltweite Cannabisumsatz mehr als 30 Milliarden Dollar. Mit mehr als 200 Millionen Cannabiskonsumenten erfreut sich die Pflanze immer größerer Beliebtheit.

Was die Legalisierung, insbesondere für den Freizeitkonsum, betrifft, hinkt die Europäische Union anderen Teilen der Welt hinterher. Ende 2021 wird Malta das erste EU-Land sein, das den Anbau und Besitz von Cannabis für den persönlichen Gebrauch offiziell legalisiert. Erwachsene dürfen in Malta bis zu sieben Gramm Cannabis besitzen und bis zu vier Cannabispflanzen zu Hause anbauen. Von diesem persönlichen Anbau dürfen maximal 50 Gramm behalten werden.

Seit einiger Zeit wollen auch die Niederlande ihre Toleranzpolitik in ein Cannabisgesetz umwandeln. In der Schweiz läuft ein Pilotprojekt in Basel, und in Italien ist ein Referendum in Planung. Auch die Regierungen von Luxemburg und Deutschland haben sich zur Legalisierung von Cannabis geäußert.

In einer Sondersendung der satirischen Heute Show gab Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kürzlich zu, selbst Cannabis geraucht zu haben. Er bekräftigte auch, dass die derzeitige Regierung Cannabis legalisieren will. Dies sei sogar ein wichtiger Bestandteil der Koalitionsvereinbarung seiner Sozialistischen Partei mit Bündnis 90/Die Grünen und der FDP gewesen.

Deutschland plant, Cannabis für den Freizeitkonsum an Personen über 18 Jahren über spezielle Geschäfte und lizenzierte Apotheken zu verkaufen. Die Steuereinnahmen, die sich daraus ergeben könnten, werden auf 5 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Das entsprechende Gesetz wird voraussichtlich noch in diesem Jahr in den Bundestag eingebracht, in der Hoffnung, dass es im Jahr 2023 legalisiert wird.

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