Deutsche Verbraucher begrüßen den digitalen Euro als innovative Bezahlmethode
Bargeld bleibt trotzdem beliebt: Eine Umfrage zeigt das vielfältige Verhältnis der Deutschen zur digitalen Währung

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter mehr als 2040 deutschen Verbrauchern ergab, dass die geplante Einführung des digitalen Euros von vielen eher als eine neue Zahlungsmethode denn als eine Bedrohung für Bargeld angesehen wird. Nur 13 Prozent der Befragten glauben, dass der digitale Euro in absehbarer Zukunft das physische Bargeld vollständig ersetzen wird. Stattdessen sehen mehr als die Hälfte der Befragten den digitalen Euro als Ergänzung oder Ersatz für bestehende digitale Zahlungsmethoden.
Eine interessante Erkenntnis aus der Umfrage ist, dass 25 Prozent der Befragten erwarten, dass der digitale Euro anstelle von Kartenzahlungen, mobilen Bezahlungen per Smartphone oder den aktuellen Online-Bezahlmethoden genutzt wird. Zusätzlich sehen 28 Prozent in ihm eine Ergänzung zu den vorhandenen Zahlungsverfahren. Dies deutet darauf hin, dass die Menschen in Deutschland offen für die Integration des digitalen Euros in ihre finanziellen Transaktionen sind.
Es ist wichtig anzumerken, dass die Einführung des digitalen Euros nicht unmittelbar bevorsteht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zwar eine Vorbereitungsphase begonnen, die zwei Jahre dauern wird, aber die endgültige Entscheidung darüber, ob der digitale Euro tatsächlich eingeführt wird, obliegt den EU-Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte der digitale Euro frühestens im Jahr 2027 Realität werden.
Die Idee hinter dem digitalen Euro besteht darin, dass er den Menschen einen digitalen Zugang zum Zentralbankgeld ermöglichen würde, das bisher nur in physischer Form als Scheine und Münzen existiert. Dieses Zentralbankgeld wird vor allem in Deutschland als äußerst zuverlässiges Zahlungsmittel angesehen. Die Pläne für den digitalen Euro werden auch durch die Tatsache motiviert, dass der Bargeldgebrauch in Europa rückläufig ist, während andere digitale Währungen aus dem Ausland und private Kryptowährungen an Bedeutung gewinnen könnten.
Es gibt bereits Menschen, die sich für die Idee des digitalen Euros begeistern. In Deutschland gaben 20 Prozent der Befragten an, dass sie den digitalen Euro täglich oder mehrmals pro Woche nutzen würden. In anderen europäischen Ländern wie Finnland, Frankreich, Irland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz liegt dieser Anteil zwischen 15 und 21 Prozent. Besonders für Online-Zahlungen würde der digitale Euro offenbar bevorzugt.
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Zur AktienanalyseEine bemerkenswerte Entwicklung ist jedoch, dass Bargeld in Deutschland wieder an Beliebtheit gewinnt. 71 Prozent der Deutschen gaben an, häufiger mit Bargeld zu bezahlen, im Vergleich zu 66 Prozent im Jahr 2021. Dieser Anstieg ist besonders bei Menschen über 45 Jahren zu beobachten, die während der COVID-19-Pandemie vermehrt auf Kartenzahlungen umgestiegen waren und nun zur Barzahlung zurückkehren.
Es ist wichtig zu beachten, dass trotz des gestiegenen Nutzens von Bargeld der Anteil der Barzahlungen am Gesamtumsatz im Jahr 2022 deutlich gesunken ist, wie eine Untersuchung des EHI zeigt. Dies liegt daran, dass vor allem kleine Beträge bar bezahlt werden. Trotzdem wurden im Jahr 2022 in Deutschland mit 368 Milliarden Euro wieder deutlich mehr Bargeldabhebungen verzeichnet, was auf eine anhaltende Beliebtheit von Bargeld hinweist.


