ANZEIGE

Deutsche Unternehmen stoppen Produktion, um mit steigenden Energiepreisen fertig zu werden

Wirtschaftsminister Robert Habeck bezeichnet die Entwicklung als "alarmierend" für den deutschen Mittelstand

•• 3 Min
Deutsche Unternehmen stoppen Produktion, um mit steigenden Energiepreisen fertig zu werden

Die deutschen Hersteller stoppen ihre Produktion als Reaktion auf den Anstieg der Energiepreise, der durch die Verknappung der Gaslieferungen durch Russland verursacht wurde - ein Trend, den die Regierung als "alarmierend" bezeichnet.

Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte, die Industrie habe in den letzten Monaten hart daran gearbeitet, ihren Gasverbrauch zu senken, zum Teil durch die Umstellung auf alternative Brennstoffe wie Öl, durch effizientere Prozesse und die Reduzierung der Produktion.

Aber er sagte, dass einige Unternehmen auch "die Produktion ganz eingestellt" hätten, eine Entwicklung, die er als "alarmierend" bezeichnete.

"Das ist keine gute Nachricht", sagte er, "denn es kann bedeuten, dass die betreffenden Industrien nicht nur umstrukturiert werden, sondern einen Bruch erleben - einen strukturellen Bruch, der unter enormem Druck stattfindet."

Er sprach, während Russland den Gasfluss durch die Nord Stream 1-Pipeline für drei Tage wegen geplanter Wartungsarbeiten unterbrochen hat. Der Ausfall erfolgt zu einer Zeit, in der die europäischen Länder bereits unter drastischen Kürzungen der russischen Gaslieferungen leiden, die die Gaspreise auf ein Rekordniveau getrieben haben.

Deutsche Wirtschaftsführer sagen, dass die Schmerzen durch die höheren Energiekosten durch die jüngsten Zinserhöhungen in den USA und das verlangsamte Wachstum in China, einem der größten Exportmärkte Deutschlands, noch verschärft werden.

Habecks Kommentare spiegeln die Aussagen von Siegfried Russwurm wider, dem Chef der größten deutschen Wirtschaftslobby, dem BDI, der diese Woche sagte, dass der Gasverbrauch der Industrie im Juli um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken sei.

"Das hat aber oft nichts mit Effizienzsteigerungen zu tun, sondern mit einem dramatischen Rückgang der Produktion", sagte er. "Das ist kein Erfolg, sondern der Ausdruck eines massiven Problems."

Russwurm sagte, der Strompreis für 2023 sei auf mehr als 700 Euro pro Megawattstunde gestiegen, "mehr als das 15-fache der vergangenen Jahre".

"Die Situation für viele Unternehmen ist giftig oder wird es bald sein, nicht nur wegen des Gasmangels, sondern vor allem wegen der lächerlichen Preissteigerungen", sagte Russwurm.

Habeck sagte, die steigenden Gaspreise beträfen alle, von großen Industriekonzernen bis hin zu kleinen Handelsunternehmen und dem deutschen Mittelstand. "Überall dort, wo Energie ein wichtiger Teil des Geschäftsmodells ist, erleben die Unternehmen schiere Angst", sagte er.

Das Geschäftsmodell großer Teile des deutschen Verarbeitenden Gewerbes basiere auf dem reichlich vorhandenen Gas aus Russland, das billiger sei als Gas aus anderen Regionen. Dieser Wettbewerbsvorteil "wird in absehbarer Zeit nicht wiederkehren, wenn er überhaupt jemals wiederkehren wird", sagte Habeck.

Der Pessimismus wurde durch eine aktuelle Umfrage des Ifo-Instituts, einer der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, unterstrichen, aus der hervorging, dass das Vertrauen der deutschen Wirtschaft den dritten Monat in Folge gesunken ist.

Der Index, der auf einer monatlichen Befragung von 9.000 Unternehmen basiert, sank auf ein Zweijahrestief von 88,5, gegenüber 88,7 im Vormonat.

Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des DMB, einer Lobbygruppe des Mittelstandes, sehen sich 73 Prozent der Unternehmen durch die höheren Energiepreise "stark belastet". Nach den Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate befragt, gaben 10 Prozent an, dass ihre "Existenz bedroht" sei.

"Das Vertrauen in die wirtschaftliche Krisenkompetenz der Regierung schwindet und vor allem kleine und mittlere Unternehmen fühlen sich von den Behörden allein gelassen", sagte Marc Tenbieg, Leiter des DMB.

Besonders enttäuscht ist die Wirtschaft über die Langsamkeit der Regierung, ein drittes Entlastungspaket zur Abfederung der Energiepreissteigerungen zu schnüren.

Das von Bundeskanzler Olaf Scholz geleitete Kabinett hatte sich diese Woche auf Schloss Meseberg, einem Gästehaus der Regierung außerhalb Berlins, zurückgezogen, und es gab weit verbreitete Erwartungen, dass es bei seinem Abschluss eine Reihe neuer Maßnahmen vorstellen würde. Scholz sagte jedoch auf der abschließenden Pressekonferenz, dass es noch nicht so weit sei.

Finanzminister Christian Lindner beharrte jedoch darauf, dass das nächste Maßnahmenpaket "massiv" sein werde und sich auf einen "einstelligen Milliardenbetrag" für dieses Jahr und einen "zweistelligen Milliardenbetrag" für 2023 belaufen werde.

Die beiden vorangegangenen Hilfspakete, die nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine geschnürt wurden, hatten zusammen ein Volumen von 30 Mrd. Euro.

Lindner forderte Reformen des Strommarktes, auf dem die hohen Gaspreise zu einem automatischen Anstieg der Strompreise führten, was einigen Energieversorgern Windfall-Profite beschere.

Wie Lindner sagte Habeck, es gehe darum, "die Ursache" der höheren Energiepreise zu beseitigen und nicht nur ihre Auswirkungen abzumildern.

DeutschlandEnergiepolitikEnergiepreiseIndustrie

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.