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Deutsche Bank Private Bank startet Einstellungsoffensive in Schwellenländern

Bis zu 50 neue Kundenbetreuer sollen 2025 eingestellt werden – Fokus auf Golfregion und Nordasien

Deutsche Bank Private Bank startet Einstellungsoffensive in Schwellenländern

Die Deutsche Bank plant eine deutliche Ausweitung ihrer Private-Banking-Aktivitäten in Schwellenländern. Wie Marco Pagliara, Leiter des Bereichs Emerging Markets bei der Deutsche Bank Private Bank, gegenüber Reuters mitteilte, sollen in diesem Jahr bis zu 50 neue Kundenbetreuer eingestellt werden. Die Rekrutierungsoffensive wird auch 2027 und 2028 fortgesetzt.

Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie, die Zahl der Mitarbeiter im Front-Office für Schwellenländer innerhalb der nächsten drei Jahre um 50 Prozent zu erhöhen. Ein Großteil der insgesamt 250 Banker, die im Rahmen eines bereits angekündigten Plans eingestellt werden sollen, ist für diesen Geschäftsbereich vorgesehen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Golfregion und Nordasien.

Der Zeitpunkt der Expansion ist strategisch gewählt: Globale Banken bauen ihre Private-Banking-Angebote massiv aus, um vom wachsenden Reichtum in Asien und dem Nahen Osten zu profitieren. Laut dem Global Wealth Report 2025 der Boston Consulting Group erreichte das globale Finanzvermögen 2024 ein Allzeithoch von 305 Billionen US-Dollar.

Diversifizierung als Schlüsselthema

Angesichts der zunehmenden Volatilität an den globalen Märkten wird Diversifizierung für vermögende Kunden immer wichtiger. Pagliara beobachtet einen klaren Trend: Kunden, die ihre Vermögenswerte bisher in Singapur oder Hongkong hielten, nutzen verstärkt auch europäische Finanzzentren wie die Schweiz, Luxemburg und Großbritannien.

"Diese Diversifizierung spiegelt nicht nur das Streben von Ultra-High-Net-Worth-Familien nach globalen Vermögenswerten wie Immobilien wider, sondern auch den Wunsch der Kunden, Vermögenswerte geografisch zu streuen, um geopolitische Risiken zu mindern", erklärte Pagliara. Die Schweiz wird daher ein weiterer Schwerpunkt für den Personalausbau der Privatbank sein.

Der Trend steht im Einklang mit dem Bestreben von Vermögensverwaltern, in eine breitere Palette von Anlageklassen über verschiedene Märkte hinweg zu investieren – insbesondere weg von den Vereinigten Staaten, da geopolitische Verwerfungen und unvorhersehbare Politik die Stimmung belasten.

Lombardkredite im Fokus

Ein weiterer Wachstumsbereich sind Lombardkredite, bei denen Private-Banking-Kunden Kredite gegen den Wert ihrer Anlageportfolios aufnehmen. "Im Moment sehe ich mehr Kunden, die ihr verfügbares Kapital nutzen", sagte Adam Russ, Global Head of Wealth Management and Business Lending bei der Deutsche Bank Private Bank.

Laut einem Deloitte-Bericht aus dem Jahr 2024 gehören Lombardkredite seit 2018 zu den am schnellsten wachsenden Kreditprodukten mit einem weltweiten Marktvolumen von rund 4,3 Billionen US-Dollar. Diese Kredite helfen Privatbanken dabei, ihr verwaltetes Vermögen zu vergrößern.

"Es gibt viel aufgestautes Angebot, das genutzt werden kann, wenn die Leute von bestimmten Trades wirklich überzeugt sind", erklärte Russ. Die Deutsche Bank will diesen Bereich künftig verstärkt in den Fokus rücken, wobei Kunden ihre Hebelwirkung moderat erhöhen, ohne aggressiv zu agieren.

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