Deutsche Bank erzielt Rekordgewinn dank starker Investmentbank
Deutschlands größtes Geldhaus übertrifft im zweiten Quartal 2026 alle Erwartungen – mit einem Vorsteuergewinn von 2,68 Milliarden Euro.

Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2026 ein Rekordergebnis eingefahren. Der Vorsteuergewinn stieg um elf Prozent auf 2,68 Milliarden Euro – deutlich mehr als die von Analysten erwarteten 2,27 Milliarden Euro. Die Erträge kletterten um neun Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro, während Experten lediglich 8,09 Milliarden Euro prognostiziert hatten.
Konzernchef Christian Sewing zeigte sich entsprechend zufrieden: „Unsere Rekordergebnisse im zweiten Quartal wurden von einer starken Wachstumsdynamik und konsequenter Kostendisziplin getragen." Das Ergebnis unterstreicht den anhaltenden Aufwärtstrend des Frankfurter Geldhauses, das Sewing seit April 2018 führt.
Investmentbank als Wachstumsmotor
Besonders die Investmentbank glänzte im Berichtszeitraum. Der Vorsteuergewinn der Sparte schoss um fast 60 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro in die Höhe. Die Einheit verdient ihr Geld unter anderem mit Unternehmensfinanzierungen, Beratungsmandaten sowie der Begleitung von Börsengängen und Wertpapieremissionen.
Wie auch die großen US-Banken profitierte die Deutsche Bank von einer spürbaren Belebung des globalen Fusions- und Übernahmegeschäfts. Zusätzlichen Rückenwind lieferten bedeutende Börsengänge – darunter der des Raumfahrtunternehmens SpaceX, an dem die Deutsche Bank beteiligt war.
Aktienrückkauf und Blick auf 2028
Der starke Quartalsverlauf bestärkt das Management in seinem Optimismus für die mittelfristigen Ziele. „Zusammen mit unseren bisherigen Rekordergebnissen in diesem Jahr stärken diese Entwicklungen unsere Zuversicht, dass wir unsere Ziele für 2028 übertreffen können", erklärte Sewing. Konkret plant die Bank, im zweiten Halbjahr weitere 500 Millionen Euro für den Rückkauf eigener Aktien einzusetzen – ein klares Signal an die Aktionäre.
Ein zentrales Ziel von Sewing ist die Steigerung der Eigenkapitalrendite auf über 13 Prozent. Im zweiten Quartal lag dieser Wert bei elf Prozent. Die Eigenkapitalrendite misst, wie effizient eine Bank das eingesetzte Kapital in Gewinne umwandelt – und gilt als wichtige Kennzahl für Investoren.
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Zur AktienanalyseDWS knackt Billionen-Marke beim verwalteten Vermögen
Auch die Deutsche-Bank-Tochter DWS lieferte starke Zahlen. Der Vermögensverwalter erreichte beim verwalteten Vermögen einen neuen Rekordstand von 1,19 Billionen Euro – angetrieben vor allem durch Zuflüsse in passive Indexfonds. Im zweiten Quartal sammelte die DWS einschließlich Cash-Produkten frische Gelder von 24,8 Milliarden Euro ein, im gesamten ersten Halbjahr beliefen sich die Nettomittelzuflüsse auf 35,8 Milliarden Euro.
Allerdings trübte ein Gewinnrückgang das Bild bei der DWS leicht ein. Der auf Aktionäre entfallende Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorquartal um zehn Prozent auf 237 Millionen Euro, die Erträge schrumpften um sechs Prozent auf 773 Millionen Euro. Als Grund nannte das Unternehmen eine im ersten Quartal verbuchte Performancegebühr im Infrastrukturbereich, die im zweiten Quartal nicht wiederkehrte.


