Deutsche Bahn: DB Cargo streicht 6.000 Stellen bis 2030
Güterverkehrssparte plant massiven Personalabbau zur Kostenreduktion und Rückkehr in die Gewinnzone.

Die Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn, DB Cargo, steht vor einem drastischen Umbau. Bis zum Jahr 2030 sollen insgesamt 6.000 Stellen abgebaut werden, wie Spartenchef Bernhard Osburg am Donnerstag mitteilte. Damit würde fast die Hälfte der aktuell 14.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz bei DB Cargo verlieren.
Ziel der Umstrukturierung ist die Rückkehr in die Gewinnzone. "Das ist die Lücke zwischen uns und dem Wettbewerb", erklärte Osburg die Notwendigkeit der Maßnahmen. Die Gütersparte kämpft seit Jahren mit rückläufigen Geschäften in den Schlüsselsektoren Automobil, Stahl und Chemie. Entsprechende Personalanpassungen waren bislang ausgeblieben.
Der geplante Stellenabbau erfolgt über einen Zeitraum von vier Jahren und stellt die größte Umstrukturierung in der Geschichte von DB Cargo dar. Die Deutsche Bahn als Mutterkonzern beschäftigt derzeit rund 220.000 Mitarbeiter insgesamt.
Sozialverträgliche Lösungen geplant
Die Konzernführung kündigte an, betroffenen Mitarbeitern nach Möglichkeit alternative Positionen in anderen Bereichen der Deutschen Bahn anzubieten. Dies soll betriebsbedingte Kündigungen vermeiden oder zumindest reduzieren. Konkrete Details zu einem Sozialplan wurden zunächst nicht genannt.
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Zur AktienanalyseDie Kostenstruktur von DB Cargo soll durch die Maßnahmen an die aktuellen Marktbedingungen angepasst werden. Der Güterverkehr auf der Schiene steht unter zunehmendem Wettbewerbsdruck durch Logistikunternehmen und den Straßengüterverkehr.


