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Deutsche Autohersteller stärken ihre Position auf dem chinesischen Elektroautomarkt

Innovationen und Patente sichern die Zukunft – Partnerschaften und Forschung in China im Fokus

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Deutsche Autohersteller stärken ihre Position auf dem chinesischen Elektroautomarkt

Die deutschen Autohersteller, darunter BMW, Mercedes und der VW-Konzern, haben ehrgeizige Pläne, um im chinesischen Markt für Elektroautos Fuß zu fassen. Bisher waren sie in diesem Bereich nicht besonders präsent, aber das soll sich nun ändern. Eine aktuelle Patentstudie, durchgeführt von der Münchener Kanzlei Grünecker, zeigt, dass die deutschen Autogiganten massiv in den Ausbau ihrer Entwicklungsabteilungen in China investieren und strategisch ihre Erfindungen schützen.

Die Analyse zeigt, dass die fünf größten deutschen Automarken im vergangenen Jahr fast 2000 Patente für Elektroautos in China angemeldet haben, was einer Verdopplung im Vergleich zu 2018 entspricht. "Die deutschen Automobilhersteller besetzen viele wichtige Technologien für das Elektroauto mit eigenen Patenten", sagt Patentanwalt Jens Koch, der die Untersuchung geleitet hat.

China ist seit Jahren der größte Absatzmarkt für die Autoindustrie, aber mittlerweile setzt das Land nicht nur auf bewährte westliche Technologien, sondern auch auf eigene Innovationen. China führt nicht nur in Bezug auf den Verkauf von Elektroautos, sondern treibt auch die Vernetzung der Fahrzeuge entscheidend voran. Inzwischen wird jedes zweite Elektroauto weltweit in China produziert und verkauft.

Die deutschen Autohersteller haben erkannt, dass sie auf diesem wichtigen Markt Präsenz zeigen müssen, um ihre starke Stellung zurückzugewinnen. In der ersten Welle der Elektromobilität in China wurden sie von einheimischen Herstellern überholt. Dies liegt unter anderem an der chinesischen Überlegenheit in der Batterietechnik, da die größten Batteriehersteller der Welt in China ansässig sind. Allerdings haben die deutschen Unternehmen in anderen Bereichen wie der Anbindung der Batterie an das Auto, dem Lade- und Temperaturmanagement sowie bei Elektromotoren und Feststoffbatterien wichtige Positionen erlangt.

Die deutschen Autoriesen, insbesondere BMW und der VW-Konzern, setzen auch auf Partnerschaften mit chinesischen Herstellern, um ihre Präsenz in China auszubauen. Volkswagen plant eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Elektroautobauer Xpeng und hat sich bereits mit knapp fünf Prozent an dem Unternehmen beteiligt. BMW wiederum plant eine Gemeinschaftsproduktion mit Great Wall für die Tochter Mini und die Great-Wall-Marke Ora.

Mit der steigenden Anzahl der angemeldeten Patente investieren die deutschen Autohersteller auch verstärkt in Forschung und Entwicklung in China. Volkswagen beispielsweise errichtet derzeit ein neues Entwicklungszentrum in Hefei, Südchina, für voll vernetzte intelligente Elektrofahrzeuge. BMW hat ein neues Entwicklungszentrum in Shanghai eröffnet, das sich vor allem auf die Integration von Hardware und Software für Elektroautos konzentriert.

Die Zukunft des Wettbewerbs auf dem chinesischen Elektroautomarkt bleibt ungewiss. Obwohl China die Batterietechnik dominiert, könnten deutsche Autohersteller mit ihren Innovationen, die an die Batterie angrenzen, eine starke Position aufbauen, ähnlich wie es japanische Unternehmen in den 1980er-Jahren mit Faxgeräten und Datentechnik getan haben. Die deutschen Autohersteller setzen alles daran, ihren Platz in Chinas Elektroautomarkt zu festigen und dabei auf Innovation und Patente zu setzen.

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