„Der Teufel trägt Prada 2" startet mit 233 Millionen Dollar weltweit
Nostalgie zahlt sich aus: Die Fortsetzung des Modeklassiker-Films feiert ein starkes Kinodebüt mit beeindruckenden globalen Einspielergebnissen.

„Der Teufel trägt Prada 2" hat an seinem Eröffnungswochenende weltweit geschätzte 233,6 Millionen Dollar eingespielt und damit eines der stärksten Kinostarts des Jahres hingelegt. Der Film von 20th Century Studios, einer Tochtergesellschaft des Disney-Konzerns, brachte allein in den USA und Kanada 77 Millionen Dollar ein. International kamen weitere 156,6 Millionen Dollar hinzu.
Getragen wurde der Erfolg maßgeblich von einem weiblichen Publikum, das Meryl Streep und Anne Hathaway rund 20 Jahre nach dem Originalfilm erneut in die glamouröse Welt des Modejournalismus begleiten wollte. Der erste Teil aus dem Jahr 2006 gilt bis heute als Kultfilm und hat eine treue Fangemeinde, die offensichtlich bereit war, für die Fortsetzung ins Kino zu strömen.
Nostalgie als Kassenschlager
Der Erfolg des Films reiht sich in einen breiteren Trend ein: Hollywood setzt zunehmend auf die Popkultur-Nostalgie der Millennials und der Generation X. Bereits zuvor hatten die Michael-Jackson-Biografie „Michael" sowie „The Super Mario Galaxy Movie" enorme Einspielergebnisse erzielt und gezeigt, dass vertraute Marken und Figuren das Publikum zuverlässig in die Kinos locken.
Branchenbeobachter sehen in diesem Trend auch eine gesellschaftliche Komponente: In einer Zeit, in der das Weltgeschehen überwältigend wirkt und wirtschaftliche Verunsicherung herrscht, sucht das Publikum offenbar Zuflucht in Filmen, die sich wie ein vertrautes Paar Hausschuhe anfühlen. Bekannte Charaktere, bewährte Geschichten und emotionale Wiedererkennungswerte scheinen in diesem Umfeld besonders stark zu ziehen.
Dringend benötigter Schub für Hollywood
Der Kinostart kommt für die Filmbranche zu einem wichtigen Zeitpunkt. Große Franchises wie Marvel und Fast & Furious kämpfen mit nachlassender Zugkraft beim Publikum. Gleichzeitig liegen die Kino-Besucherzahlen insgesamt noch deutlich unter dem Niveau von vor der Corona-Pandemie.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseErfolge wie jener von „Der Teufel trägt Prada 2" verleihen Hollywood damit einen dringend benötigten Schub. Sie zeigen, dass das Kino als Erlebnisort nicht tot ist – vorausgesetzt, der Inhalt trifft den Nerv des Publikums. Für den Disney-Konzern und sein Studio 20th Century Studios ist der Start ein klares Signal, dass Investitionen in nostalgiegetriebene Fortsetzungen rentabel sein können.
Für deutsche Kinogänger und Investoren, die den US-Medien- und Entertainmentsektor im Blick haben, unterstreicht dieser Trend die anhaltende Bedeutung von Markenbekanntheit und emotionaler Bindung als wirtschaftliche Faktoren in der Filmbranche.


