ANZEIGE

Der doppelreihige Anzug erlebt ein modernes Comeback

Designer befreien das klassische Kleidungsstück von seiner steifen Förmlichkeit.

•• 4 Min
Der doppelreihige Anzug erlebt ein modernes Comeback

Der doppelreihige Anzug, lange Zeit Inbegriff von Förmlichkeit und steifer Eleganz, erlebt eine Renaissance. Doch diesmal geht es nicht um strenge Etikette, sondern um Lässigkeit und neuen Ausdruck. Designer und Schneider befreien das Kleidungsstück von seiner historisch geprägten Steifheit und verleihen ihm eine moderne, fließende Silhouette.

Als der Schauspieler Tom Holland zur Premiere von Christopher Nolans „The Odyssey“ erschien, war es sein Anzug, der die Show stahl. Maßgeschneidert von Gieves & Hawkes, präsentierte sich das Modell in tiefem Braun mit subtilen Schokoladenstreifen – die eigentlich Morsecode-Zeilen waren, die „The Odyssey, G&H“ spellten. Satin-Revers, verdeckte Knöpfe und vor allem die lässigen, scharf abgeschrägten Jetted-Taschen, die man sonst eher auf einem Peacoat erwarten würde, machten den Look aus. Kombiniert mit einem offen kragenlosen Seidenhemd wirkte der Auftritt überaus louche und sprach für den neuen, informellen Ausdruck des doppelreihigen Anzugs.

Designer setzen auf neue Proportionen

Bei Tom Ford ist Haider Ackermanns AW26-Kollektion absichtlich provokant in der Tonalität. Dunkle, bedrohliche Anzüge kontrastieren breite Schultern mit schlanken Hüften und Taillen, um einen slinky-Stil zu schaffen, der an American Psycho und Bryan Ferry erinnert. Die Schneiderei bei Saint Laurent von Anthony Vaccarello spielt mit Volumen, mit übergroßen, drapierenden doppelreihigen Jacken in Farbtönen von Mitternacht, Taupe und Greige.

Bei Zegna boten Alessandro Sartoris doppelreihige Stücke reversible Knöpfe, die sich auf drei Arten verschließen ließen – was den Träger buchstäblich dazu ermutigte, den Knopf zu lösen. Louis Vuitton präsentiert große, festliche doppelreihige Jacken aus federleichten Stoffen, geschnitten ohne Taschenaufschläge für eine saubere Linie durch die Taille.

„Alles läuft im Zyklus“, sagt Dominic Sebag-Montefiore, Creative Director bei Edward Sexton, einer Marke auf der Savile Row, die für ihren markanten Ansatz beim doppelreihigen Anzug bekannt ist. „Wir alle haben genug von Kleidung, die sich einschränkend anfühlt – wir wollen jetzt Kleidung mit Leben. Die Menschen haben wieder entdeckt, wie angenehm es ist, Dinge zu tragen, die nicht aufgesprüht sind, und wie viel eleganter das ist.“ Was den doppelreihigen Anzug wirklich zurückgebracht habe, füge er hinzu, sei, dass „Schneiderei etwas weniger entschuldigend sei. Ein kleiner, welk wirkender doppelreihiger Anzug bringt einem wirklich nichts, oder?“

Der tiefe Knopf als Schlüssel zum neuen Look

Der entscheidende Trick, der den doppelreihigen Anzug in völlig neues Terrain zieht, ist ein leicht niedrigerer Abknöpfpunkt. Der britische Designer Scott Fraser Simpson begann vor fünf oder sechs Jahren damit, niedrig abknöpfende doppelreihige Jacken zu schneiden, beeinflusst von den 80er und 90er Jahren. Er beschreibt die Verschiebung in fast equinen Begriffen: „Das, was es für mich verändert hat, war die One-Button-Haltung – dieser tiefe Bruch. Denn plötzlich musste man sich nicht mehr anschnallen und satteln.“

Der „niedrige DB“ – der sich unterhalb der natürlichen Taille des Trägers verschließt, nicht darauf – eignet sich für einen entspannten Look. Die Revers erzeugen eine längere Linie durch die Brust und ziehen den Blick nach oben zu den Schultern. Das Ergebnis ist beachtlich: Doppelreihige Anzüge machen nun etwa 75 Prozent von Fraser Simpsons Schneiderei-Umsätzen aus, viele davon in Braun sowie den Taupes, Putties und Tauben-Graus einer klassischen Armani-Palette.

Bei Huntsman, einem Schneiderhaus, das für seinen strukturierten Look und seine aristokratische Ausstrahlung bekannt ist, experimentiert Hauptschneider und Creative Director Campbell Carey mit einer neuen Silhouette. „Meine Lieblingsblazer ist ein doppelreihiger ‚Button one, show three‘“, sagt er. Das bedeutet eine doppelreihige Jacke mit nur einer Knopfreihe, die sich verschließt – tief unten, unterhalb der natürlichen Taille – während die anderen „Show“-Knöpfe den Revers entlang der Seiten der Brust folgen. „Die drei Knöpfe auf jeder Seite der Jacke bilden eine ‚V‘-Form, die schmeichelhaft ist und den Blick auf sich zieht.“

Weichere Stoffe und lockerere Schnitte

Dieser neue, flüssig daherkommende Ausdruck des doppelreihigen Anzugs ist sicherlich schicker als seine traditionellen Gegenstücke. „Die Stoffe sind weicher und flüssiger, während die Schneiderei weniger strukturiert ist und mit weiter geschnittenen Hosen kombiniert wird“, sagt Daniel Todd, Buying Director bei Mr Porter. Er hebt Brunello Cucinelli, Saman Amel, Lemaire und Dries Van Noten als die besten Exponenten des Looks der Saison hervor.

Für alle, die einen louchen doppelreihigen Anzug suchen, lautet sein Rat, nach etwas zu suchen „mit weicher Konstruktion, minimalem Padding, Stoff mit Bewegung und Fall… einem breiteren Peak-Revers und einer leicht längeren Jacke“. Beim Styling sei weniger sehr viel mehr, fügt er hinzu. „Wo die Schneiderei lockerer ist, sollten die Accessoires gleichziehen“, sagt er.

Fraser Simpson stimmt zu: „Man muss nicht zu laut schreien.“ Er schlägt einen guten gestrickten Rundhalsausschnitt und eine hoch taillierte, gefaltete Hose vor. „Der Schnitt, der Winkel, die Proportionen, die breitere Schulter, die größeren Revers – sie alle erledigen die Arbeit.“

Doppelreihiger AnzugModetrendSavile RowDesignerHerrenmodeSchneidereiTom FordSaint Laurent

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.