Delta Air Lines warnt vor höheren Preisen wegen steigender Treibstoffkosten
Steigende Kerosinpreise belasten Delta Air Lines massiv – die Fluggesellschaft erwartet dennoch starke Nachfrage und höhere Umsätze.

Delta Air Lines hat Reisende auf höhere Flugpreise und ein reduziertes Flugangebot vorbereitet. Hintergrund ist ein massiver Anstieg der Treibstoffkosten, der die nach Marktkapitalisierung größte US-Fluggesellschaft im abgelaufenen Quartal in die Verlustzone gedrückt hat. Es war der erste Quartalsverlust seit fast drei Jahren.
Die Treibstoffausgaben stiegen im vergangenen Quartal um 330 Millionen US-Dollar. Zusätzlich belasteten sinkende Bewertungen von Unternehmen, an denen Delta beteiligt ist, das Ergebnis. Für das laufende Quartal rechnet die Airline mit einem weiteren sprunghaften Anstieg der Treibstoffkosten um insgesamt 2 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – eine enorme finanzielle Belastung.
Kerosinpreise durch Nahost-Konflikte angeheizt
Als wesentlichen Treiber der Kostenexplosion nennt Delta die geopolitische Lage im Nahen Osten. Die dortigen Konflikte haben das globale Rohölangebot verknappt und damit die Kerosinpreise stark in die Höhe getrieben. Für Fluggesellschaften ist Treibstoff einer der größten Kostenfaktoren überhaupt, weshalb solche Preisanstiege unmittelbar auf die Ertragslage durchschlagen.
Trotz der angespannten Kostensituation zeigt sich Delta-Chef Ed Bastian optimistisch, was die Nachfrageseite betrifft. „Es ist eine robuste Phase für den Reiseverkehr", sagte Bastian. Die Nachfrage sei in allen Regionen sowohl bei Geschäfts- als auch bei Urlaubsreisen weiterhin stark – bisher haben die Preiserhöhungen die Verbraucher nicht von Flugbuchungen abgehalten.
Umsatzwachstum trotz Verlusten erwartet
Für das laufende Quartal prognostiziert Delta einen Umsatzanstieg von mindestens 10 Prozent. Das zeigt, dass die Airline die gestiegenen Kosten zumindest teilweise über höhere Ticketpreise an die Kunden weitergeben kann. Ob diese Strategie langfristig aufgeht, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Rohölpreise und die geopolitische Lage weiterentwickeln.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Reisende, die Flüge in die USA oder mit US-Fluggesellschaften planen, sind diese Entwicklungen relevant. Steigende Ticketpreise bei amerikanischen Airlines können auch den transatlantischen Wettbewerb beeinflussen und mittelbar Druck auf europäische Carrier wie Lufthansa ausüben. Wer flexible Reisepläne hat, könnte von einer frühzeitigen Buchung profitieren, bevor weitere Preisanpassungen greifen.
Die Aktie von Delta Air Lines (DAL) reagierte auf die Quartalszahlen mit einem Kursanstieg von 3,75 Prozent, was darauf hindeutet, dass Anleger die Umsatzprognose und die robuste Nachfrage positiver bewerteten als den ausgewiesenen Quartalsverlust. Der Markt scheint darauf zu setzen, dass Delta die Kostensteigerungen erfolgreich an die Passagiere weitergeben kann.


