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Dell hebt Prognosen dank starker KI-Servernachfrage

Auftragsbestand wächst deutlich und höhere Speicherpreise beeinflussen Marktumfeld

Dell hebt Prognosen dank starker KI-Servernachfrage

Dell hat für das kommende Quartal Umsatz- und Gewinnzahlen in Aussicht gestellt, die über den bisherigen Markterwartungen liegen. Der Konzern rechnet damit, dass die steigenden Investitionen in Rechenzentren zur Unterstützung von Anwendungen der künstlichen Intelligenz die Nachfrage nach Servern weiter erhöhen. Diese positive Einschätzung führte zu einem Kursanstieg der Aktie im nachbörslichen Handel. Zusätzlich teilte das Unternehmen mit, dass David Kennedy dauerhaft die Rolle des Finanzchefs übernimmt. Dell bietet spezielle Server an, die für KI-Anwendungen optimiert sind und mit leistungsstarken Chips von Nvidia ausgestattet werden.

Der Konzern begründet seine optimistischere Jahresprognose mit der zunehmenden Nachfrage nach KI-Servern. Marktbeobachter haben zuvor auf mögliche Margenbelastungen hingewiesen, da die Konkurrenz im Markt für KI-Server zunimmt und die Produktionskosten steigen. Dennoch hebt Dell seine Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr an und geht nun von einem Umsatzvolumen in Höhe von 25 Milliarden US-Dollar aus, das allein durch KI-Server erzielt werden soll. Zuvor hatte das Unternehmen einen Wert von 20 Milliarden US-Dollar prognostiziert.

Die steigende Nachfrage spiegelt sich auch im Auftragsbestand wider, der im dritten Quartal auf 18,4 Milliarden US-Dollar angewachsen ist. Neue Bestellungen im Umfang von 12,3 Milliarden US-Dollar haben dazu beigetragen. In diesem Zeitraum wurden Server im Wert von 5,6 Milliarden US-Dollar ausgeliefert. Dell hat sich jüngst Aufträge von der US-Regierung und dem Energiedepartement gesichert und arbeitet zudem mit Unternehmen wie dem KI-Anbieter G42 aus Abu Dhabi sowie mit xAI und CoreWeave zusammen.

Der Ausbau der KI-Infrastruktur durch große Technologiekonzerne hat zu höheren Preisen für Speicherchips geführt, darunter dynamischer Direktzugriffsspeicher und NAND-Speicher. Dell spricht von einer einzigartigen Marktsituation, die von deutlichen Kostensteigerungen geprägt sei. Die Unternehmensführung erklärte, diese Preisbewegungen könnten sich letztlich auch auf die Kundschaft auswirken, betonte jedoch, man wolle die Auswirkungen so weit wie möglich reduzieren. Angesichts der hohen Nachfrage und knappen Verfügbarkeit kann Dell potenziell höhere Preise durchsetzen.

Für das vierte Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 31 und 32 Milliarden US-Dollar, was über den bisherigen Schätzungen liegt. Der prognostizierte bereinigte Gewinn von 3,50 US-Dollar pro Aktie übertrifft ebenfalls die Markterwartungen. Für das Gesamtjahr hebt Dell die Umsatzprognose auf eine Spanne von 111,2 bis 112,2 Milliarden US-Dollar an. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 9,92 US-Dollar erreichen. Der Umsatz im dritten Quartal lag leicht unter den Schätzungen, während der bereinigte Gewinn die Erwartungen übertraf.

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