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Delivery Hero auf 18-Monats-Hoch nach neuem Uber-Übernahmeangebot

Uber erwägt höheres Gebot für den deutschen Essenslieferdienst – Aktionäre fordern mehr als 40 Euro pro Aktie.

Delivery Hero auf 18-Monats-Hoch nach neuem Uber-Übernahmeangebot

Die Aktien von Delivery Hero haben am Montag den höchsten Stand seit 18 Monaten erreicht. Auslöser war die Bekanntgabe des deutschen Essenslieferdienstes, ein unverbindliches Übernahmeangebot vom US-Fahrdienstvermittler Uber erhalten zu haben. Die Aktie legte um 10,1 Prozent auf 36,99 Euro zu und markierte damit den höchsten Stand seit Ende November 2024.

Durch die starke Kursrallye wird Delivery Hero nun mit rund 11,2 Milliarden Euro (umgerechnet etwa 13,04 Milliarden US-Dollar) bewertet. Das Interesse eines der weltweit größten Mobilitäts- und Lieferkonzerne verleiht dem Berliner Unternehmen damit deutlich neuen Rückenwind an den Kapitalmärkten.

Uber zieht höheres Angebot in Betracht

Laut einem Bericht der Financial Times trat Uber in den vergangenen Tagen mit einem Angebot von 38 Euro pro Aktie an einen der größten Aktionäre von Delivery Hero heran. Dieses Gebot wurde jedoch abgelehnt. Das Angebot hätte Delivery Hero mit mehr als 11,5 Milliarden Euro (rund 13,4 Milliarden US-Dollar) bewertet.

Mehrere Aktionäre von Delivery Hero streben dem Bericht zufolge einen Preis von über 40 Euro pro Aktie für das gesamte Unternehmen an. Uber zieht nun offenbar in Betracht, sein Gebot entsprechend zu erhöhen, um die Zustimmung der Investoren zu gewinnen.

Bereits am Samstag hatte die Financial Times berichtet, dass neben Uber auch der US-amerikanische Konkurrent DoorDash Sondierungsgespräche mit Investoren des deutschen Essenslieferkonzerns geführt hat. Das deutet auf ein breites Interesse großer internationaler Akteure an einer Übernahme von Delivery Hero hin.

Kartellrechtliche Hürden erwartet

Citi-Analystin Monique Pollard wies in einer Mitteilung vom Montag auf mögliche regulatorische Hindernisse hin. „Wir erwarten kartellrechtliche Hürden bei einer potenziellen Transaktion, da sich Uber und DHER in 17 Märkten überschneiden", schrieb Pollard. Sie ergänzte jedoch, dass es möglicherweise alternative Käufer für einige der überlappenden Märkte geben könnte.

Die kartellrechtliche Dimension ist bei einer solchen Transaktion nicht zu unterschätzen. Delivery Hero ist in zahlreichen Ländern weltweit aktiv, darunter viele Märkte in Europa, dem Nahen Osten und Asien. Eine Fusion mit Uber, das ebenfalls in vielen dieser Regionen Lieferdienste betreibt, würde die Aufmerksamkeit der Wettbewerbsbehörden auf sich ziehen.

Delivery Hero gehört zu den bekanntesten deutschen Technologieunternehmen und ist im MDAX gelistet. Das Unternehmen betreibt unter anderem die Marken Foodpanda und Talabat und ist in über 70 Ländern tätig. Eine mögliche Übernahme durch Uber würde einen der bedeutendsten Deals in der europäischen Tech-Branche der jüngeren Vergangenheit darstellen.

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