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DEEPX und Hyundai entwickeln KI-Chips für generative Roboter

Das südkoreanische Startup DEEPX plant mit Hyundai eine neue Computing-Plattform und sammelt über 408 Millionen Dollar ein.

DEEPX und Hyundai entwickeln KI-Chips für generative Roboter

Das südkoreanische KI-Chip-Startup DEEPX weitet seine Zusammenarbeit mit der Hyundai Motor Group aus. Gemeinsam wollen die Unternehmen eine Computing-Plattform für generative KI-Roboter entwickeln. Dabei setzt DEEPX auf die zweite Generation seiner stromsparenden Neural Processing Units (NPUs) – spezialisierte Chips für KI-Berechnungen direkt auf dem Gerät.

DEEPX befindet sich derzeit in einer laufenden Finanzierungsrunde und führt Gespräche mit der südkoreanischen Regierung sowie Investoren. Ziel ist es, mehr als 600 Milliarden Won – umgerechnet rund 408 Millionen US-Dollar – einzusammeln. CEO Lokwon Kim, ein ehemaliger Apple-Ingenieur und Gründer des Unternehmens, äußerte sich im Vorfeld eines geplanten Börsengangs (IPO) in Südkorea zu den Plänen.

Chips für Roboter, Fabriken und autonome Fahrzeuge

DEEPX entwickelt NPUs, die es Robotern, Fabriken und selbstfahrenden Autos ermöglichen, KI-Aufgaben „on-device" zu verarbeiten – also ohne externe Serververbindung. Das Unternehmen hat bereits KI-Chips entwickelt, die in den vierrädrigen Lieferrobotern von Hyundai verbaut sind. Die neue Robotik-Plattform von Hyundai wird nun die DX-M2-Chips der zweiten Generation von DEEPX nutzen.

Die Massenproduktion der DX-M2-Chips soll im Laufe des nächsten Jahres anlaufen. Gefertigt werden sie mit der modernsten 2-Nanometer-Technologie von Samsung Electronics – einem der weltweit führenden Halbleiterhersteller. Kim erklärte, die stromsparenden Chips könnten dazu beitragen, eine Überhitzung energieintensiver humanoider Roboter zu verhindern. Welche konkreten Robotermodelle die DX-M2-Chips nutzen werden, ließ er offen.

Im Vergleich zur Konkurrenz positioniert sich DEEPX offensiv: Die aktuelle Chip-Generation sei 20-mal energieeffizienter und deutlich kostengünstiger als der Jetson Orin von Nvidia, dem Marktführer im Bereich KI-Beschleuniger. „Unsere Chips der nächsten Generation sind für generative KI optimiert, was es Robotern – ähnlich wie ChatGPT – ermöglichen wird, aus ihren Erfahrungen zu lernen", sagte Kim in einem Interview.

Hyundai plant Roboterfabrik mit 30.000 Einheiten pro Jahr

Hyundai hatte im Januar seinen humanoiden Roboter Atlas vorgestellt und plant bis 2028 den Bau einer Fabrik mit einer jährlichen Kapazität von 30.000 Robotereinheiten. Hyun Dong-jin, Leiter des Robotics LAB von Hyundai, bezeichnete die Zusammenarbeit mit DEEPX als Teil der Bemühungen, ein Ökosystem von Partnern für On-Device-Computing in Südkorea und im Ausland aufzubauen.

DEEPX ist Teil einer wachsenden Gruppe südkoreanischer Startups, die von den Ambitionen der Regierung in Seoul profitieren. Diese will nationale Champions im Bereich künstlicher Intelligenz fördern und Südkorea zu einem führenden KI-Standort machen. Das Unternehmen hat Ende letzten Jahres mit der Chipproduktion begonnen und zählt unter anderem den chinesischen Technologieriesen Baidu zu seinen Kunden.

Für das laufende Jahr peilt DEEPX einen Umsatz von 40 Millionen US-Dollar an. Finanzvorstand Young Cho erklärte, die Priorität liege auf einer Notierung an der koreanischen Börse. Ein Zweitlisting in den USA über sogenannte American Depositary Receipts (ADRs) – Zertifikate, die ausländische Aktien an US-Börsen handelbar machen – könnte jedoch zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht gezogen werden. Angaben zur aktuellen Gesamtbewertung des Unternehmens im Rahmen der laufenden Finanzierungsrunde machten die Führungskräfte nicht.

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